Zweites Dahlmeier-Gold bei Olympia

Deutschlands Biathlon-Königin schreibt weiter an ihrem nächsten Winter-Märchen. Nach ihrem Sieg in der Verfolgung könnte sie zum Superstar der Winterspiele werden.

Zwei Olympia-Rennen, zwei Goldmedaillen: Die Deutsche Laura Dahlmeier dominiert die Biathlon-Wettkämpfe der Frauen nach Belieben. Foto: Michael Kappeler

Pyeongchang. Laura Dahlmeier blickte noch kurz zurück. Dann schnappte sie sich ein paar Meter vor dem Ziel die deutsche Fahne und wartete wenig später geduldig auf die geschlagene Konkurrenz. Mit einem Riesenvorsprung gewann Deutschlands Sportlerin des Jahres in Pyeongchang ihr zweites Gold und als erste Skijägerin überhaupt das Double aus Sprint und Verfolgung. Solch ein Kunststück hatte bislang nur Rekord-Olympiasieger Ole Einar Björndalen aus Norwegen geschafft.

„Es war ein richtig, richtig hartes Rennen, unfassbar! Meine Finger sind gerade aufgetaut, das waren Schmerzen, schlimmer als in jedem Rennen zuvor. Es war jetzt abartig“, sagte die immer noch frierende Dahlmeier. Bundestrainer Gerald Hönig hatte nach dem perfekten Rennen seiner Ausnahmekönnerin Tränen in den Augen und sagte: „Laura überstrahlt wieder alles. Was Laura hier an Biathlon in Perfektion zeigt, habe ich in der Art und Weise noch nicht gesehen. Sie ist professionell bis in die Haarspitzen.“

29,4 Sekunden hinter der siebenmaligen Weltmeisterin Dahlmeier landete die zweimalige Olympiasiegerin Anastasiya Kuzmina (4 Fehler) aus der Slowakei auf dem Silber-Platz, Bronze ging an Anais Bescond (1) aus Frankreich. Denise Herrmann (2) war auf Rang sechs zweitbeste Deutsche. „Es ist unglaublich. Sie ist so gut drauf und hat mental so eine Stärke. Sie lässt der Konkurrenz keine Chance und steht verdient wieder ganz oben“, sagte Herrmann. Franziska Hildebrand (3) kam auf Rang zehn, Vanessa Hinz (4) auf Rang 14.

12.02.2018, 13:53 Uhr