Olympisches Feuer brennt in Pyeongchang

Die Teams aus Nord- und Südkorea treten gemeinsam an. Eine Botschaft des Friedens.

  • Das Team "Olympischer Athleten aus Russland" läuft im Olympiastadion ein. Foto: Angelika Warmuth (1/16)
  • Tänzer und Künstler präsentieren das Showprogramm "Das Land des Friedens". Foto: David Davies (2/16)
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  • Das Deutsche Team mit Fahnenträger Eric Frenzel läuft bei der Eröffnungsfeier in das Olympiastadion. Foto: Angelika Warmuth (4/16)
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  • Feuerwerk über dem Olympiastadion. Foto: xinhua (6/16)
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  • Das Team aus Kanada läuft ins Olympiastadion ein. Foto: Angelika Warmuth (8/16)
  • Tänzer und Künstler formen die südkoreanische Flagge. Foto: Wu Zhuang (9/16)
  • Trommlerinnen gehen mit ihren Instrumenten durch das Stadion. Foto: Sean Haffey (10/16)
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  • Das Deutsche Team (unten) mit Fahnenträger Eric Frenzel läuft bei der Eröffnungsfeier in das Olympiastadion. Foto: xinhua (12/16)
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  • Tänzer und Künstler präsentieren das Showprogramm "Das Land des Friedens". Foto: Jae C. Hong (14/16)
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  • Die gemeinsame Olympia-Mannschaft von Süd- und Nordkorea wird von den zwei Fahnenträgern Won Yun Jong, Bobfahrer aus Südkorea, und Hwang Chung Gum, Eishockeyspielerin aus Nordkorea, ins Olympiastadion geführt. Foto: Michael Kappeler (16/16)

Pyeongchang. Mit einer bunten Show und einer hochemotionalen Geste der Versöhnung durch das gemeinsame koreanische Team haben die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang begonnen. Um 21.42 Uhr Ortszeit gab Südkoreas Staatspräsident Moon Jae In am Freitag mit der traditionellen Formel „Ich erkläre die XXIII. Olympischen Winterspiele von Pyeongchang für eröffnet“ das Startsignal für das dritte Weltfest des Wintersports in Asien nach 1972 in Sapporo und 1998 in Nagano. 27 Minuten später entzündete Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Kim Yuna als Schlussläuferin des 101 Tage dauernden Fackellaufs die olympische Flamme im Olympiastadion.

An dem Spektakel auf Eis und Schnee in der an Nordkorea grenzenden Provinz Gangwon nehmen über 2900 Sportler aus 92 Ländern teil. In den kommenden 16 Tagen werden in 102 Wettbewerben Medaillen vergeben. Südkorea ist zum zweiten Mal Schauplatz Olympischer Spiele nach den Sommerspielen 1988 in der Hauptstadt Seoul.

Die Eröffnungsfeier stand unter dem Motto „Frieden in Bewegung“ und im Zeichen der vorsichtigen Annäherung von Süd- und Nordkorea. Bei Temperaturen um minus zwei Grad und unangenehmem Wind mochte trotz des Licht- und Musikspektakels der Funke auf das Publikum zunächst kaum überspringen. Doch hoch emotional wurde es vor 35 000 Zuschauern und einem Milliarden-Publikum weltweit an den Fernsehern beim Einmarsch des gemeinsamen Teams von Süd- und Nordkorea.

Die nordkoreanische Eishockeyspielerin Hwang Chung Gum und der südkoreanische Bobfahrer Won Yun Jong führten das Team an und schwenkten gemeinsam die Vereinigungsflagge. Auf der Tribüne beklatschten Südkoreas Staatschef Moon und Kim Yo Jong, Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, die Mannschaft und gaben sich anschließend im Beisein unter anderen von US-Vizepräsident Mike Pence, Japans Premierminister Shinzo Abe, UN-Generalsekretär António Guterres und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Hand.

09.02.2018, 14:59 Uhr