EZintern
Neues Buch im Handel

Emdens Untergang neu erzählt

Ab heute ist das neue Buch „Emdens schwärzester Tag” in einer Neuauflage exklusiv bei der Emder Zeitung erhältlich.

Von Stefan Bergmann

Emden. Die Erinnerung an den 6. September 1944, den Tag der Zerstörung Emdens im Zweiten Weltkrieg, gehört zum kollektiven Gedächtnis der Stadt. Noch gibt es einige Zeitzeugen dieses Tages - sie alle erzählen in einem neuen Buch der Emder Zeitung über das Geschehen und ihre Empfindungen.

In eigener Sache: Am Sonntag, 8. September, findet ab 16 Uhr eine Lesung in der Neuen Kirche statt.

Iris Hellmich, seit Jahren eine bekannte wie beliebte Autorin unserer Zeitung („Emder erzählen...”) hat ihr Archiv durchforstet nach den alten Geschichten aus den vergangenen 25 Jahren. Sie hat erneut mit Zeitzeugen gesprochen, hat die Berichte aktualisiert. Herausgekommen ist eine komplett überarbeitete Neuauflage des Buches, das zum ersten Mal im Jahr 2014 in Emden erschienen ist. Es ist ab sofort in der Geschäftsstelle der Emder Zeitung erhältlich. 

Wer den Krieg nicht miterlebt hat, sondern nur im Geschichtsunterricht von ihm gehört hat, für den sind die Zerstörungen abstrakt, das Leiden der Menschen, die tägliche Angst vor Bombenangriffen, natürlich auch die Verfolgung der Juden und der millionenfache Mord. Dieser Teil der Nazi-Diktatur darf nie vergessen werden und vor allem er liegt in deutscher Verantwortung. 

Geht man durch Emden, dann sieht man in einigen Straßenzügen noch heute einige Häuser, die den Bombenangriff überlebt haben. Im Herrentor-Viertel vor allem, aber auch vereinzelt an anderen Straßen. Damals war Emden auch äußerlich ein „Venedig des Nordens”, mit seinen vielen Häusern und Straßenzügen im Stile der niederländischen Renaissance. 

Doch der Bombenangriff hat nicht nur Häuser, die Stadt und auch das Rathaus zerstört, sondern auch Menschen. 46 starben, 109 wurden verletzt - und 21 000 obdachlos, wie Oberbürgermeister Bernd Bornemann im Grußwort noch einmal auflistet. Iris Hellmich versteht es, in ihrem Buch die Menschen zu sprechen zu bringen, sie schildern ihre Gefühle, ihre Ängste, den Schrecken und die Trauer - und selbst die Gerüche von damals. Das Buch schildert in sehr persönlichen Erzählungen das Ereignis, das die meisten nur noch vom Hörensagen kennen.

  • Hellmich, Iris: Der schwärzeste aller Tage. Komplett überarbeitete und erweitere Neuauflage. Erhältlich ab heute für 14,90 Euro im Lesershop der Emder Zeitung (Ringstraße) sowie in der Geschäftsstelle des Heimatblattes in Aurich.

Kommentare
FOLGEN SIE UNS
Anzeige

DER EZ-PODCAST

TIPPSPIEL-ANMELDUNG

KONTAKT ZU UNS

Sie ziehen um oder es gibt Probleme bei der Zustellung? Dann finden Sie Hilfe in unserem Servicebereich

Zum Servicebereich

Sie möchten direkten Kontakt zu einer Abteilung aufnehmen oder haben Anregungen? Dann finden Sie im Kontaktbereich die passende Adresse

Zum Kontaktbereich

AM SEEHAFEN