Bands in Ostfriesland
Deutsch-Rock

Schlaecht

Die Deutsch-Rock-Band "Schlaecht" arbeitet gerade an ihrem neuen Album "Der ganz normale Wahnsinn"

Von Christian Zeiß

Emden. „Wir sind ja früher ganz einfach mit billigen Gitarren angefangen, bei uns in der Blockhütte in Wiesmoor. Als wir einen halbwegs vernünftigen Verstärker bekamen, waren wir schon froh”, erzählt Timo, der Sänger und Gitarrist der Deutsch-Rock-Band Schlaecht. Timo hat die Band 2007 gegründet - die aktuelle Besetzung mit Ralf (Bass), Frank (Schlagzeug) und Björn (Gitarre) besteht seit zwei Jahren.

„Ich höre auch schon mal Neil Young - meine Songs sollen aber laut sein, mit deutschen Texten und knackigen Gitarren”, sagt Timo, der schon als kleiner Junge in einer Band spielen wollte. „Und daran wird sich auch in naher Zukunft nichts ändern”, ergänzt Björn. Er ist vor allem stolz auf die Entwicklung der Band: „Wenn wir uns die alten Aufnahmen anhören, dann muss man selber den Kopf schütteln. Heute sind wir viel professioneller.“

Einer ihrer Songs heißt „Ostfreesland“. Schlaecht spielte ihn bereits 2013 für ihre erste CD „Ostfriesland“ ein. Für den EZ-Sampler „Bands in Ostfriesland” haben sie ihn noch einmal in plattdeutscher Sprache aufgenommen. Ein atmosphärisches Gitarren-Intro zieht einen sanft hinein, ehe plötzlich ein Sturm losbricht und der Song zur mitreißenden Hymne wird. „Der Song ist eine Hommage und Ehrerweisung an unsere Heimat”, erklärt Timo.

Bei unserem Besuch spielen Schlaecht noch das bedrohlich-rockende „Spiegel” und das treibende „Saufen” - voller Energie, mit harten Riffs, durchdringendem Gesang und beweglicher Rhythmussektion. Direkte und ungeschönte Songs sind das, man spürt sie tief in der Magengrube. „Viele Bands spielen auch diese Richtung, aber wir wollten uns ein bisschen absetzen. Also schon was machen was nicht jeder spielt“, beschreibt Timo die Musik.

„Unsere Songs befassen sich sowohl mit sozialkritischen Themen wie auch mit Spaßthemen wie Trinken oder einfach Spaß haben”, erzählt Timo. Darum heißt das Album an dem sie gerade arbeiten dann auch „Der ganz normale Wahnsinn“. Erscheinen soll es noch in diesem Frühjahr - bestellen kann man es auf der Facebook-Seite der Band: „Schlaecht Deutschrock”.

Ein Album ist eine schöne Erinnerung

Dieses Album einzuspielen ist für das Quartett etwas ganz besonderes. „Songs verändern sich mit der Zeit, und mit einem Album kann man dies einfangen. Außerdem ist es eine schöne Erinnerung”, erklärt Björn. Mit dem Album reagieren sie aber auch auf die häufigen Anfragen nach Konzerten. „Früher in der Blockhütte mussten wir unsere Songs mit einem Kassettenrekorder aufnehmen”, erinnert sich Timo, „jetzt können wir den Leuten endlich mal eine vernünftige, professionelle Aufnahme mitgeben.“

Schlaecht wollen die Songs natürlich auch live präsentieren. Ihr nächstes Konzert findet am 7. März im „Heisfelder Treff” in Leer statt. „Live ist halt das Geilste, was es gibt“, sagt Timo. „Proben gut und schön, das Sahnehäubchen ist aber immer der Gig.” Etwas Nervosität und Anspannung ist bei ihnen vor dem Auftritt immer noch da - „aber wenn wir erstmal spielen, dann läuft das auch”, behauptet Timo. Die Band rückt auf der Bühne näher zusammen. Man achtet aufeinander, gewinnt so an Sicherheit und spielt fokussierter.

Es ist ihnen wichtig, dass die Zuschauer mit ihnen eine gute Zeit haben. „Wenn man vor der Bühne Leute sieht die deine Musik gut finden und dazu abrocken … das ist einfach Bombe“, sagt Ralf, mit hörbarem Stolz in der Stimme - so, als könne er das nächste Konzert kaum abwarten.

Auf die Frage warum ihnen Musik überhaupt so wichtig ist, folgt ein langes, nachdenkliches Schweigen. Ralf durchbricht es: „Musik machen, also etwas für andere erschaffen - und wenn die das auch noch gut finden ... das ist einfach das Größte, was man machen kann.“

M Das Video zu dem Gespräch samt Live-Musik kann man auf der Facebook-Seite „Bands in Ostfriesland” anschauen.

Diese Serie wird präsentiert von: Musikhaus Ahrends

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