Bands in Ostfriesland
Pop-Rock

Max And The Goofies

Aus fünf Studenten der Hochschule Emden/Leer entstand die Pop-Rock-Band Max And The Goofies.

Von Christian Zeiß

Emden. Kennengelernt haben sich Moritz Bergan (Gesang, Bass), Maximilian Behrens (Lead-Gitarre), Alexander Edelhoff (Rhythmus-Gitarre), Georg Kruse (Keyboards) und Jonas Stolzmann (Schlagzeug) vor etwa zwei Jahren, während des Studiums an der Hochschule Emden/Leer - genauer gesagt: während eines Kennenlernwochenendes auf Borkum. Danach ging alles ganz schnell.

Die aus Bremen, Hannover, Braunschweig,Dissenunddem Münsterland nach Emden gezogenen Musiker trafen sich in einem ihrer WG-Zimmer, fanden menschlich und musikalisch zueinander und gründeten „Max And The Goofies”. Als Proberaum fungiert seitdem eine WG-Garage, weil schlicht nichts Besseres zu finden war. In der Garage stehen noch immer Gegenstände von früheren WG-Bewohnern: ein Sofa, ein altes Fahrrad, Bierkisten und etwas Gerümpel. Immerhin sind mittlerweile Lampen hinzugekommen, so dass Georg die Tasten seines Keyboards erkennen kann.

In dieser Garage begannen „Max And The Goofies” dann auch an den Songs ihres Debütalbums „Lovemobil” zu arbeiten, das im September des vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Auf den Albumtitel stießen sie während einer Zugfahrt. An einem Straßenrand standen sogenannte „Lovemobile”, also mobile Bordelle, meist in Form von Wohnwagen oder Wohnmobilen. „Das ist der unpassendste Name, den man sich vorstellen kann” findet Moritz, der neben den Songs auch die Texte schreibt. Die sieben Stücke umfassen das Thema Liebe und die damit verbundenen Unwägbarkeiten. Moritz will das aber nicht weiter ausführen. Seine Texte „kann jeder selber interpretieren“.

Das Album beginnt mit einem sich gemächlich, aber eindringlich steigernden, melancholischen Intro namens „Papa Fisch“, gefolgt von dem lässig rockenden „Sweater“. „F und S“ hat ein nachdenkliches Klaviermotiv und einen trotzigen Refrain, das dramatische „OD“ einen New-Wave-Bass, marschierende Drums und eine rauschende, wirbelnde Gitarre - vor allem aber das drängende und enorm eingängige„ I Don‘t Mind“ bekommt man nur schwer wieder aus dem Kopf.

Das sind Songs, die mit jedem Hören besser werden. Die Band spielt kräftig und filigran zugleich. Das feine, durch John Mayer beeinflusste, Gitarrenspiel von Maximilian, ist dabei ebenso herausragend wie Moritz' ungewöhnlich raue Stimme, die einen nicht selten auch berührt. Mit dem Ergebnis ist die Band heute sehr zufrieden - „ein Album ist auch immer eine schöne Erinnerung” sagten sie.

Der Nachfolger zu „Lovemobil” soll bereits in der zweiten Jahreshälfte erscheinen. „Max And The Goofies” schreiben ständig an neuen Songs. Einige sind bereits fertig. So etwa das packende „Elly“, das wir schon in einer Gänsehaut verursachenden, akustischen Version ohne Schlagzeug hören durften, da Jonas bei unserem Gespräch abwesend war.

Live klingen die Songs ungestümer und rauer

„Max And The Goofies” sehen sich generell eher als Live-Band. Ende April spielten sie etwa im Vorprogramm von MMTH in der Alten Post. Im März belegten sie im Stadtfinale des „SPH Bandcontest” in Bremen einen guten 3. Platz, nachdem sie die Vorrunde für sich entscheiden konnten. Es geht ihnen aber nicht um den Wettbewerb, sondern vor allem darum, auftreten zu können. „Live zu spielen ist das Wichtigste“ sprudelt es beinahe gleichzeitig aus ihnen heraus.

Bei ihrem ersten Gig waren sie noch sehr nervös, das hat sich mittlerweile aber gelegt. „Wenn man gemeinsam vor Publikum auftritt, hat man zwar mehr Druck, aber auch mehr Spaß” behaupten sie. Das Adrenalin sorgt dafür, dass die Songs, wie bei den meisten guten, jungen Rockbands, auf der Bühne ungestümer, rauer und wilder klingen. Eine Coverversion von „Where Is My Mind” (Pixies) fügt sich da beinahe nahtlos in das Programm.

Moritz, Maximilian, Alexander, Georg und Jonas gehen davon aus, dass die Band irgendwannauseinandergeht. Es ist jetzt schon schwierig, alles zu vereinbaren. Sie wollen dies aber möglichst lange hinauszögern und werden auch dann versuchen, miteinander in Verbindung zu bleiben. Bis dahin genießen sie einfach den Augenblick. Es schwingt schon etwas Wehmut bei Maximilian mit, wenn er feststellt, dass sie mittlerweile „nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde“ sind. Die anderen lachen darüber. Sie wissen aber, dass er Recht hat.

Diese Serie wird präsentiert von: Musikhaus Ahrends

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