Bands in Ostfriesland
Blues-Rock

Black Dog

"Black Dog" aus Emden spielt tief empfundenen Blues-Rock

Von Christian Zeiß

Emden. „Blues ist die Wurzel aller Musik. Hätte es den Blues nicht gegeben, hätte es die ganze Musik, wie wir sie kennen, so nicht gegeben. Darauf baut alles auf”, erzählt Stefan, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Und das ist es für ihn wahrscheinlich auch.

Stefan denkt dabei natürlich erstmal an die alten Helden wie John Lee Hooker, Muddy Waters und Willie Dixon - aber eben auch an Rock-Bands wie Led Zeppelin und die Rolling Stones, deren Musik maßgeblich vom Blues beeinflusst wurde. Stefan ist der Sänger und Gitarrist von „Black Dog”, einer Blues-Band aus Emden, der neben ihm noch Gregor (Bass) und Torsten (Schlagzeug) angehören. Musik haben alle schon immer gemacht und dabei diverse Richtungen ausprobiert. Irgendwann sind sie aber beim Blues hängengeblieben. Und wenn der einen erst einmal gepackt hat, lässt er einen so schnell nicht mehr los.

Stefan und Torsten spielen seit 2016 zusammen, Gregor kam im vergangenen Sommer hinzu. „Diese Formation ist jetzt hoffentlich beständig“, sagt Stefan. Und alle nicken. Sie fühlen sich gerade ziemlich wohl. „Für mich ist total wichtig, dass eine Band menschlich funktioniert“, erklärt Torsten. „Wenn es nicht funktioniert, ist das eine Sackgasse”, ergänzt Stefan. „Wir wollen mehr sein als nur ein Produkt.”

All das spiegelt sich natürlich auch in den Songs von „Black Dog” wider - in „Behind The Wall” und „Down The Highway” und in einem noch unfertigen Song, der hier nicht erwähnt werden darf, der aber super wird. Blues will, wie kaum eine andere Musikrichtung, gefühlt werden. Hier lauern Liebe, Sehnsucht, Schmerz und Leid hinter jeder Note und jeder Wendung. Blues lässt sich nicht täuschen. Man erkennt sofort, wer ihn nur nachspielt oder tief empfindet und mit Leben füllt. „Black Dog” zählt zweifelsohne zur zweiten Kategorie. Ihre Songs sind erdig, brodelnd, authentisch und beseelt, sie mäandern und grooven, poltern und rocken.

„Ich bin beeinflusst von Bands aus den 70ern und 80ern und natürlich schlägt sich das auch beim Songschreiben nieder”, erzählt Stefan, „Durch die Masse an Einflüssen ist es schwer, nicht wie jemand anders zu klingen. Ich versuche aber, immer etwas zusammenzubasteln, was so noch nicht da gewesen ist.” „Black Dog” will mit ihren Songs aber auch nicht beim Blues verweilen. „Als ich dazugekommen bin, waren wir noch eine ganz klare Blues-Rock-Band. Mittlerweile haben wir auch Balladen drin und experimentieren auch mehr“, ergänzt Torsten. Zur Eigenständigkeit gehört auch der Umgang mit den Texten, die sich nicht nur bei den klassischen Mustern des Blues („my baby left me“) bedienen, sondern auch das aktuelle Zeitgeschehen aufgreifen.

„Wir schneiden jede Probe mit, um zu schauen, ob das passt oder nicht“, erzählt Torsten. „Aber was einem einfällt, kann sich auch ganz schnell als Flop herausstellen.“ „Black Dog” wollte schon Songs aus dem Programm schmeißen, nur um dann festzustellen, dass ausgerechnet diese Songs beim Publikum gut ankamen. Manchmal ist man zu nah dran.

Ein Blick von außen ist wichtig

Auch deshalb sind Live-Konzerte so wichtig. Da bekommt man einen unvoreingenommenen Blick von außen. „Live-Konzerte sind die Nahrung eines Musikers und Künstlers“, behauptet Torsten. Die Band spielt aber nicht nur für die Zuschauer. „Wenn man mit sich selbst nicht zufrieden ist, kann das Publikum auch nicht zufrieden sein. Man strahlt als Musiker etwas aus. Und wenn man etwas spielt, das man gar nicht wirklich spielen will, dann springt der Funke auch nicht auf das Publikum über.“ Das ist bei „Black Dog” aber nicht vorstellbar.

Diese Serie wird präsentiert von: Musikhaus Ahrends

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