Ostfriesland

Schnelles Internet: Große Unterschiede zwischen Stadt und Land

In Ballungsräumen liegt die Versorgung bei 92 Prozent, im ländlichen Raum erst bei 40 Prozent

Große Unterschiede: Während Städte bereits flächendeckend mit Highspeed-Internet versorgt sind, gibt es auf dem Land noch viele

Osterholz-Scharmbeck. Niedersachsen ist beim Ausbau des schnellen Internets vorangekommen, aber vor allem in ländlichen Regionen gibt es immer noch Nachholbedarf. Rund 300 Vertreter unter anderem von Industrie und Kommunen berieten gestern bei einem Treffen in Osterholz-Scharmbeck über den aktuellen Stand des Breitband-Ausbaus und die Perspektiven.

„Während in Städten bereits 92 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet von 50 Mbit/s versorgt werden können, sind es in ländlichen Regionen erst 40 Prozent“, sagte Nick Kriegeskotte vom Digitalverband Bitkom.

Seit Ende 2015 beteiligt sich der Bund erstmals an den Ausbaukosten. Nach Angaben des niedersächsischen Wirtschaftsministerium sind bereits 153 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm für Niedersachsen bewilligt worden. Das meiste Geld fließt in die Landkreise Celle, Lüchow-Dannenberg, Lünbeburg, Harburg und Osnabrück. Auch in die Kreise Uelzen und ins Emsland fließen vergleichsweise viele staatliche Zuschüsse.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) sagte, alle Landkreise trieben den Breitband-Ausbau aktiv voran. Sogenannte weiße Flecken im Netz sollen beseitigt werden - damit sind Gebiete gemeint, die eine Internetversorgung mit einer Datenübertragungsrate von unter 30 Megabits pro Sekunde haben.

„Es ist gelungen, alle 38 Landkreise für den Breitbandausbau zu motivieren“, sagte Peer Beyersdorff vom Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen.

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