Ostfriesland

Norden gilt als potenzielles Terrorziel

Das berichtet jetzt eine Nachrichtenseite. Sie beruft sich auf Angaben von US-Geheimdienste. Grund ist ein bedeutendes Seekabel.

In dem unscheinbaren grauen ehemaligen Postgebäude mit dem Turm am Marktplatz in Norden endet das interkontinentale Seekabel.

Ostfriesland. Die Stadt Norden gilt als eine der Top 5 Anschlagsziele in Deutschland für Terroristen. Das berichtet jetzt die Internetseite Welt-der-Wunder. Sie beruft sich auf Angaben von US-Geheimdiensten.

Grund sei das sogenannte transatlantische Telefonkabel Nr. 14. Dieses Seekabel ist 15.000 Kilometer lang und für den Telefon- und Datenverkehr zwischen Europa und Nordamerika zuständig. Das bedeutet, Telefonate, E-Mails und Internetdaten fließen durch dieses Glasfaserkabel, das in Norden aus der Nordsee kommt beziehungsweise von dort aus ins Meer führt.

Die Nachricht ist jedoch nicht neu. Vor fünf Jahren hatte "Wikileaks" eine geheime Liste von wichtigen Infrastrukturen veröffentlicht, die aus Sicht der USA vor Angriffen geschützt werden müssen. Bereits damals war die Stadt Norden wegen des Kabels als potenzielles Terrorziel genannt worden.

In Norden wurde das Kabel 2001 in Betrieb genommen. Es verbindet Europa über Großbritannien mit den USA. Es ist hinter dem Postamt in der Innenstadt und verfügt über eine Transportkapazität von 3,2 Terabit pro Sekunde. Es war zu seiner Inbetriebnahme die leistungsfähigste Datenstrecke über den Atlantik. Zum Vergleich: Heute könnten darüber zehn Millionen Filme gleichzeitig verschickt werden.

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