Seemine vor Juist wird auf Sandbank gesprengt

Das Wetter machte einer Sprengung auf der Nordsee einen Strich durch die Rechnung.

So extrem wird es in der inneren Jade wohl nicht aussehen. Ein seltener Fund ist es dennoch. Foto: Michael Hanschke

Juist. Ein Sicherungsfahrzeug des Windparks "Godewind 2" hat am Dienstagvormittag eine Seemine im Randbereich des Windparks festgestellt. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Wilhelmshaven hat das Havariekommando zur Übernahme der Gesamteinsatzleitung angefordert.   Dieses übernimmt seit gestern die Leitung des Einsatzes. Derzeit hat das Mehrzweckschiff "Mellum" die Seemine im Schlepp und wird von einem Bundespolizeischiff begleitet. Ziel der Schiffe ist die innere Jade. Dort soll die Mine in den kommenden Stunden auf einer vorgelagerten Sandbank kontrolliert gesprengt werden.  Nachdem ein Hubschrauber mit einem Expertenteam des Kampfmittelräumdienstes zum Standort der Mine geflogen war, entschieden die Zuständigen sich, auch aufgrund der Wetterverhältnisse, gegen eine Sprengung auf See. Die "Mellum" und das Räumungsteam sichern die Mine bis zur Sprengung.  Den ersten Erkenntnissen nach, handle es sich bei der Mine um ein Kampfmittel aus dem zweiten Weltkrieg.  

11.01.2017, 10:43 Uhr
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