Niedersachsen: Wirtschaft im Land wächst immer schneller

Die IHK präsentierte am Freitag ihre Konjunkturumfrage.

Die Wirtschaft boomt auch in Niedersachsen. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Niedersachsen hervor. Foto: David-Wolfgang Ebener

Hannover. Niedersachsens Konjunkturmotor läuft so gut wie selten zuvor. Die Geschäftslage erreiche Rekordwerte wie zu Zeiten der Wiedervereinigung Deutschlands, die Aussichten seien in fast allen Branchen gut, ergab die am Freitag vorgelegte Konjunkturumfrage der IHK Niedersachsen.

„Wir sehen einen stabilen Aufschwung auf breiter Basis, der für die weitere Entwicklung in diesem Jahr sehr gute Geschäfte erwarten lässt“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Horst Schrage. Für 2018 erwartet die Kammer ein Wirtschaftswachstum von 2,0 bis 2,5 Prozent in Niedersachsen. Rund 60 000 neue Arbeitsplätze sollten entstehen. Kürzlich hatte die NordLB für Niedersachsen im laufenden Jahr ein Plus von 2,6 Prozent prognostiziert.

„Unsere Wirtschaft wächst in diesem Jahr sehr viel schneller als in der Vergangenheit“, erklärte Schrage. „Deshalb ist es jetzt wichtig, Planungen und Genehmigungen für Kapazitätserweiterungen zu beschleunigen und zusätzliche Fachkräfte für Niedersachsen zu gewinnen.“ Die Wirtschaftslage sei seit mehr als fünf Jahren stabil und habe sich zum Jahresende 2017 erneut verbessert. Aber es gibt Risiken: 57 Prozent der befragten Unternehmen nannten demnach den zunehmenden Fachkräftemangel als größtes Geschäftsrisiko - im Vorjahr waren es 43 Prozent. Insgesamt wurden knapp 1800 Unternehmen befragt.

Die aktuelle Geschäftslage beurteilen 46 (Vorquartal: 40) Prozent der Unternehmen als gut, 50 Prozent sind zufrieden und nur 5 (Vorquartal: 6) Prozent nicht zufrieden, wie die Umfrage ergab. „Eine so breite Zufriedenheit mit ihrer Geschäftslage haben unsere Unternehmen seit über 30 Jahren nicht gezeigt“, sagte Schrage. In den kommenden Monaten erwarteten 25 (Vorquartal: 22) Prozent der Betriebe eine weitere Verbesserung der Lage, 64 Prozent erwarten keine Veränderung.

Auch die Auftragseingänge aus dem Ausland hätten sich in den vergangenen Monaten kräftig erhöht. 34 (28) Prozent der Betriebe gingen von einem zunehmenden Exportgeschäft aus. Geplant seien zusätzliche Investitionen und Beschäftigungsaufbau.

Vor allem Autoindustrie, Maschinenbau und Elektrotechnik entwickelten sich stark, die Bauwirtschaft arbeite weiter an der Kapazitätsgrenze. Der Einzelhandel allerdings blicke sorgenvoll in die Zukunft - trotz steigender Umsätze beurteilten die Einzelhändler die Ertragslage negativ. Grund sei der immer stärkere Wettbewerb mit dem Online-Handel. Für 2018 erwartet der Handel leicht steigende Umsätze.

12.01.2018, 14:58 Uhr
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