Moorbrand: Debatte um Konsequenzen läuft

Der Brand auf dem Militärgelände bei Meppen ist gelöscht. Doch der Vorfall wird möglicherweise ein juristisches Nachspiel haben.

Verbranntes Moor auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91. Foto: dpa

Hannover. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück geht im Zusammenhang mit dem inzwischen gelöschten Moorbrand bei Meppen weiter dem Verdacht auf fahrlässige Brandstiftung nach. „Die Untersuchungen laufen noch“, sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag. Wann die von Amtswegen eingeleiteten Ermittlungen abgeschlossen werden können, sei zur Zeit noch nicht absehbar. Niedersachsens Ex-Agrarminister, der Grünen-Politiker Christian Meyer, hatte am 19. September Strafanzeige gegen „alle in Frage kommenden Verantwortlichen des Moorbrandes inklusive der Bundeswehr wegen fahrlässiger Brandstiftung in einem Moor“ gestellt.

Die Staatsanwaltschaft durchsuchte am 21. September das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen. Dabei ging es darum, Datenträger, Protokolle und weitere Unterlagen sicher zu stellen, die Aufschluss über den genauen Hergang des Erprobungsversuches, etwaige Verstöße gegen brandschutzrechtliche Schutzvorschriften und die hieran beteiligten Personen geben können. Die Bundeswehr hatte am Mittwoch gemeldet, dass der Moorbrand gelöscht ist. Der Brand war am 3. September ausgebrochen, als von einem Bundeswehr-Hubschrauber auf dem ausgetrockneten Areal Raketen abgefeuert wurden. Rund 1600 Feuerwehrleute waren zu Hochzeiten im Einsatz - auch um zu verhindern, dass die Flammen auf die angrenzenden Wohngebiete und Wälder übersprangen. Der Landkreis hatte vorübergehend den Katastrophenfall ausgerufen. Laut Bundeswehr liegen bislang 59 Anträge auf Schadenersatz vor.

11.10.2018, 16:11 Uhr