Maschinenausfall: Seenotretter schleppen Fähre vor Norderney ab

Die „Frisia VI“ war auf dem Weg nach Norddeich. Um kurz vor 11 Uhr fielen schließlich beide Maschinen des Schiffs aus.

  • Ist dieses Jahr in Dienst gestellt worden: Der Seenotkreuzer Eugen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Foto: DGzRS (1/2)
  • Der Seenotrettungskreuzer "Eugen" schleppte am Freitagvormittag die "Frisia VI" nach Norderney ab. Foto: Die Seenotretter – DGzRS (2/2)

Norderney. Ein außergewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter der Station Norderney: Die Inselfähre „Frisia VI“ der Reederei Norden-Frisia ist am Freitagvormittag auf die Hilfe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) angewiesen gewesen. Vor dem Weststrand der Insel waren gegen 11 Uhr beide Maschinen der 55 Meter langen Auto- und Passagierfähre ausgefallen, teilte Christian Stipeldey von der DGzRS mit. Das Schiff befand sich auf dem Weg von der Insel nach Norddeich.

Mit dem noch funktionstüchtig gebliebenen Bugstrahlruder war es der mit rund 60 Menschen besetzten Fähre möglich, sich einigermaßen auf Position halten, heißt es in der Mitteilung. „Zum Glück hatten wir Hochwasser, der Ebbstrom hatte noch nicht eingesetzt“, sagte Peter Henning, Vormann des Seenotrettungskreuzers "Eugen". Der Kreuzer nahm die „Frisia VI“ auf den Haken und schleppte die Fähre zurück Richtung Norderney. Kurz vor der Hafeneinfahrt gelang es der Fährbesatzung mit Bordmitteln, die Maschinen wieder zu starten. Verletzt wurde niemand.

10.08.2018, 15:03 Uhr
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