Freie Straßen dank Natursole aus Kavernenbau

Straßenmeistereien sind pausenlos unterwegs. Pilotprojekt wurde mit Landkreis Wittmund und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr initiiert.

Rainer Gent, Wilhelm Scherf und Markus Kraatz (v. l.) bei der Befüllung eines Winterdienstfahrzeuges mit Natursole aus Etzel. Foto: Burmann

Wittmund. Natursole aus dem Kavernenbau in Etzel ist derzeit mit ein Grund dafür, dass es nicht nur im Landkreis Wittmund, sondern auch in Friesland, Aurich und Leer freie Straßen gibt. Das Pilotprojekt wurde vom Landkreis Wittmund mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – Geschäftsbereich Aurich – sowie der Straßenmeisterei Wittmund in enger Abstimmung mit dem Kavernenbau der IVG in Etzel initiiert und läuft seitdem seit rund einem Monat reibungslos. Die erste Zwischenbilanz fällt daher durchweg positiv aus, wie Markus Kraatz von der Straßenmeisterei und Wilhelm Scherf vom Landkreis feststellten.

Die Fahrzeuge der Straßenmeistereien sind derzeit fast rund um die Uhr – mindestens aber von 6 bis 22 Uhr – im Einsatz und fahren regelmäßig die „Stützpunkte“ in Friedeburg und Wittmund an, um aufzutanken. Dort wird aber nicht nur das Streusalz „FS 30“ geladen, sondern auch Natursole, die auf dem Streuteller der Winterdienstfahrzeuge das Salz anfeuchtet und dann auf die Straßen gebracht wird. Das angefeuchtete Salz haftet so besser auf der Fahrbahnoberfläche, weist im Vergleich zur Streuung von trockenem Salz bessere Taueigenschaften auf und vermindert somit den Salzverbrauch.

Da die IVG in Etzel diese Sole gebrauchsfertig zur Verfügung stellt, werden nicht nur Kosten gespart, sondern auch Arbeitskapazitäten freigesetzt, die anderweitig genutzt werden können. Langfristiges Ziel dieses Pilotprojektes ist es, reine Natursole auszubringen, um noch mehr Salz zu sparen.

24.01.2013, 14:39 Uhr