Landkreis Wittmund
Bundespräsident informiert sich vor Ort

Steinmeier in Ostfriesland

Die Zukunft des ländlichen Raums steht bei dem Besuch im Fokus.

Neuschoo/Wittmund/Esens. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht am Dienstag Ostfriesland. Im Mittelpunkt der Reise steht dabei das Thema "Zukunft des ländlichen Raums". Zusammen mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) macht Steinmeier sich vor Ort ein Bild von hiesigen Unternehmen und Einrichtungen. Auch Elke Büdenbender, die Frau des Bundespräsidenten, ist dabei. Für Steinmeier sind Ostfriesland und die Nordseeküste mehr als nur touristische Leuchttürme. Viele Menschen sorgten in den kleinen Dörfern und Gemeinden immer wieder für neue Zukunftsperspektiven und Optimismus, lobte Steinmeier am Dienstag bei seiner Rundreise im Landkreis Wittmund.

Der Bundespräsident zeigte bei seinem Besuch die Folgen der demografischen Entwicklung mit sinkenden Bevölkerungszahlen im ländlichen Raum auf. So gebe es immer weniger Arztpraxen, Geschäfte und Schulen. Steinmeier will aber nicht von abgehängten Regionen sprechen. Vielmehr sah er mehr Kreativität bei den Menschen, die ihre Versorgungsmöglichkeiten aufrechterhalten wollten und sich für das Zusammenleben stark machten. Steinmeier machte klar, dass Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum schwieriger zu gestalten seien als in Städten. „Weil viele Läden zugemacht haben, weil manche Tankstelle nicht mehr existiert, die Wege zum Arzt und zur Schule auch weiter geworden sind“, sagte Steinmeier.

Zuerst besichtigte der Bundespräsident am Morgen ein Klinkerwerk in Neuschoo. Dort ließ sich Steinmeier die Produktion der Klinker näher bringen. Er und seine Frau zeigten sich interessiert und stellten viele Fragen. Dann besuchte er bei sonnigem Wetter den Naturschutzhof Wittmunder Wald. Dort sprach er unter anderem mit den anwesenden Kindern über die richtige Pflege der Pflanzen. Denn nach einem Rundgang über das Gelände standen die Projekte zur Waldpädagogik und zur Ferienbetreuung im Vordergrund. Die Kinder freuten sich über das Interesse des Staatsoberhauptes. Auf seinem Instagram-Account postete Steinmeier außerdem Bilder vom gemeinsamen Stockbrot-Backen am Lagerfeuer.

Am späten Vormittag stand noch ein Termin bei der Sozialen Integrationswerkstatt in Wittmund an, in der geflüchtete Jugendliche auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden sollen. Steinmeier erkundigte sich vor Ort über die Arbeit der jungen Menschen in der Werkstatt. Auch diese Erfahrung teilte er mit einem Bild beim sozialen Netzwerk Instagram und bezeichnete die Einrichtung als vorbildlich. Unsere Bildergalerie zu diesem Besuch finden Sie hier.

Am Nachmittag besichtigte Steinmeier das Dorf Buttforde. Dort kaufte er auf dem mobilen Wochenmarkt unter anderem Krabben ein. Bilder dazu finden Sie hier in unser Mediengalerie. Auch ein Besuch des 70-Stunden-Projektes der Landjugend stand auf dem Plan. Danach informierte sich das Staatsoberhaupt in einer Landarztpraxis darüber, mit welchen Modellen die medizinische Versorgung in dünn besiedelten Regionen vorangebracht werden kann. Gesprächspartner in der Esenser Praxis war dabei Dr. Wolfram Nagel. Am Abend nahm der Bundespräsident abschließend an einem Empfang für 120 Ehrenamtliche in Dunum teil. Dort hielten er und Stephan Weil eine Ansprache. Dabei brachte Steinmeier die Gäste nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Schmunzeln. Er habe gesehen, wie lebenswert Ostfriesland sei. Dies habe er aber bereits schon vorher bei privaten Reisen festgestellt.

Kommentare
FOLGEN SIE UNS
Anzeige

KONTAKT ZU UNS

Sie ziehen um oder es gibt Probleme bei der Zustellung? Dann finden Sie Hilfe in unserem Servicebereich

Zum Servicebereich

Sie möchten direkten Kontakt zu einer Abteilung aufnehmen oder haben Anregungen? Dann finden Sie im Kontaktbereich die passende Adresse

Zum Kontaktbereich

AM SEEHAFEN