Landkreis Wittmund
Historische Busfahrt

Ostfriesische Schatzinseln

Die Dorfgemeinschaft Wiesede-Upschört machte einen ausgiebigen Tagesausflug in die ostfriesische Geschichte.

Wiesede. Die friesische Geschichte und die Besichtigung der ausgewählten Kulturgüter Burgen, Schlösser, Klöster und Kirchen waren die Themen der Kulturfahrt, die von Günter Peters als Vorsitzendem der Arbeitsgemeinschaft der Ländlichen Erwachsenbildung der Dorfgemeinschaft Wiesede-Upschört organisiert wurde. Während der Busfahrt wurde die Zeit genutzt, um den 45 Teilnehmern die Zusammenhänge der friesischen Geschichte zu erläutern. Die Fahrt verlief über die ehemalige Residenzstadt Aurich (Schloss, Ostfriesische Landschaft), nach Suurhusen, Burg Hinta mit der reformierten Kirche, Manninga Burg in Pewsum, Burg Groothusen, über die eingedeichten Polderflächen der Leybucht, nach Marienhafe, Lütetsburg, Berum und in die Herrlichkeit Dornum.

Mit mehr als 30 Personen hatten sich die „Wind- und Wetterradler“ aus Jever dieser Kulturfahrt angeschlossen. Die frühe Besiedlung der Küste, Konflikte und Kämpfe, Sturmfluten, Pest, Überfälle, Verleihung der friesischen Freiheitsrechte, der Kampf gegen die Sturmfluten, Deichbau, das Häuptlingswesen und der Wandel von der Grafschaft Ostfriesland zum Aussterben des Fürstenhauses, waren die Themen der Kulturfahrt. Ob in Suurhusen, der schiefste Turm der Welt, die Differenzen in den Glaubenskriegen, die Grenzen zwischen dem reformatorischen und lutherischen Glauben im Westen Ostfrieslands und in den Niederlanden, die Bedeutung der Häuptlingsburgen in Pewsum und Groothusen, sind stets spannende Ereignisse der friesischen Geschichte. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von der Führung in der Burg Groothusen, wo Dorothea Kempe die Familiengeschichte und die Bedeutung der Burg darstellte.

Die Osterburg ist auch heute noch ein privater Wohnort der Familie Kempe, die zu den Nachfahren der Häuptlingsfamilie Beninga gehört. Die Räume sind mit einer außergewöhnlichen Porträtsammlung und historischen Kunstgegenständen ausgestattet. Sie lassen die über 500 Jahre Wohnkultur der ostfriesischen Häuptlingsfamilien erahnen. Im repräsentativen Hauptraum der Burg des 15. Jahrhunderts zeigte sie die beeindruckende einmalige Porträtgalerie aus zehn Generationen von 1541 bis 1937. Die Archivalien enthalten auch den schriftlichen Nachlass des Mathematikers Enne Heeren Dirksen mit Briefen von Alexander von Humboldt, Carl Friedrich Gauß und anderen Wissenschaftlern. Antike Möbel und Waffen runden den Gesamteindruck des Saales ab. 

Kommentare
FOLGEN SIE UNS
Anzeige

KONTAKT ZU UNS

Sie ziehen um oder es gibt Probleme bei der Zustellung? Dann finden Sie Hilfe in unserem Servicebereich

Zum Servicebereich

Sie möchten direkten Kontakt zu einer Abteilung aufnehmen oder haben Anregungen? Dann finden Sie im Kontaktbereich die passende Adresse

Zum Kontaktbereich

AM SEEHAFEN