Landkreis Wittmund
Proben werden untersucht

Massives Fischsterben im Landkreis Wittmund

Rund 7,5 Zentner tote Fische sind aus Gewässern geborgen worden.

Landkreis Wittmund. In den Gewässern Stuhlleide und Falster Tief zwischen Esens und Dunum ist es am Dienstag zu einem massiven Fischsterben gekommen. Dies teilte der Landkreis am Mittwoch mit. Auf der gesamten Gewässerstrecke befanden sich hauptsächlich große tote Fische wie Schleie, Hechte, Brassen und Karpfen.

Entsprechende Hinweise auf den Zwischenfall wurden von der Polizei an den Landkreis Wittmund weitergegeben. Hermann Schmidt von der unteren Wasserbehörde machte sich anschließend selbst ein Bild von der Lage. Auch Polizeibeamte aus Wittmund waren vor Ort. An ausgesuchten Bereichen der Gewässer wurden Proben entnommen. Diese werden nun im Labor auf Nähr- und Giftstoffe hin untersucht.

"Trotz intensiver Suche gelang es bisher nicht, die Ursache für das Fischsterben festzustellen", heißt es in einer Pressemitteilung. Daher werde auch die Bevölkerung aufgefordert, etwaige sachdienliche Hinweise zu geben. Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass illegal giftige Stoffe eingeleitet worden sind. Für einen Sauerstoffmangel gebe es keine Anzeichen.

Der betroffene Gewässerbereich erstreckt sich von dem Schöpfwerk in Wagnersfehn bis unterhalb des Fischaufstieges am Wehr in Falster. Bei der Stuhlleide handelt es sich um ein weitgehend renaturiertes Gewässer. Deshalb habe es dort zuvor einen großen Fischbestand gegeben.

Helfer des Angelvereins Dunum, der Sielacht Esens sowie ein Boot mit Helfern des jeverschen Angelvereins bargen etwa 7,5 Zentner tote Fische. Anschließend wurden diese ordnungsgemäß entsorgt.

"Es ist anzunehmen, dass bei dem Zwischenfall der gesamte Bestand in dem genannten Gewässerabschnitt abgestorben ist", teilt der Landkreis weiter mit. In diesem Jahr hatte es bereits ein Fischsterben in den Gewässern Abenser und Burhafer Leide gegeben.

Hinweise können an die Polizei in Wittmund, aber auch an die untere Wasserbehörde bei der Kreisverwaltung unter Telefon 04462-861290 gegeben werden.

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