Landkreis Wittmund
Corona-Krise

Finanzhilfe für Tourismus gefordert

Wittmunds Landrat Holger Heymann richtete einen Appell an den Wirtschaftsminister.

Landkreis Wittmund. Die aktuelle und zukünftige Entwicklung des Tourismus im Landkreis Wittmund in Zeiten der Corona-Pandemie brennt dem Landkreis Wittmund und den Tourismusverantwortlichen im Kreisgebiet unter den Nägeln. Nach einer Telefonkonferenz mit den führenden Touristikern im Kreisgebiet hat Landrat Holger Heymann (SPD) jetzt einen eindringlichen Appell an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) gerichtet. Darin fordert er unter anderem, einen speziellen Hilfsfonds für die notleidende Tourismusbranche aufzulegen.

Darin heißt es unter anderem: „Der Tourismus im Landkreis Wittmund ist von den Auswirkungen der Corona-Krise im starken Maße betroffen. Das Untersagen von touristischen Reisen hat diese Branche zum Stillstand gebracht. Unsere regionale Stärke aber resultiert gerade aus der inhabergeführten Basis unserer Vermieterbetriebe und der Gewerbetreibenden. Der Rettungsschirm hilft diesen Unternehmen nur bedingt und in nicht ausreichendem Maße.“ Es bestehe die reale Gefahr, dass nach der Krise eine Marktveränderung in der Weise eintrete, „dass wir diese Basis und damit einen Teil unserer Identität im Harlingerland verlieren.“

Für Heymann und die führenden Touristiker liegt auf der Hand: „Der Tourismus ist in unserer Region der stärkste Wirtschaftsfaktor. Mehr als die Hälfte der Menschen leben direkt oder indirekt von dieser Branche – die Krise bedroht demnach die gesamte Region!“ Es dürfe daher nicht verkannt werden, dass der Tourismusbranche, anders als bei anderen Geschäftsbereichen, staatlicherseits komplett die wirtschaftliche Basis entzogen wurde, was quasi einem Berufsverbot gleichkommt. Heymann deutlich: „Wir fordern deshalb die Auflage eines Entschädigungsprogramms mit dem ein gewisser Verlustausgleich für direkt betroffene Unternehmen wie Tourismusorganisationen, Gastronomen, touristische Freizeiteinrichtungen sowie Hoteliers und Vermieter, egal welcher Größe, erstattet wird.“  Nur so ließen sich aus Sicht des Kreises nachhaltige wirtschaftliche Schäden für die gesamte Region auffangen.

„Wir nehmen positiv zu Kenntnis, dass die Regierungen schnell und zielgerichtet handeln. Auch die Bereitschaft sich bei uns in der Krise gegenseitig zu unterstützen ist sehr groß“, heißt es weiter, „Trotzdem erkennen wir eine große Unzufriedenheit und Angst, weil den Menschen inzwischen die Hoffnung verloren geht. Niemand weiß derzeit, ob sein Lebenswerk oder das ganzer Generationen zerstört wird.“ „Das Überleben dieser Unternehmen ist für den Landkreis Wittmund wichtig, damit der Tourismus auch künftig wieder seine herausragende Rolle im Wirtschaftsleben der Region spielen kann“, schließt Heymann in seinem Appell.

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