Landkreis Wittmund
Wohnen in Ostfriesland

Baupläne und Klagen in Wittmund

Beim Landkreis Wittmund wurden 2019 wieder zahlreiche Bauanträge eingereicht. In einigen Fällen zogen Anwohner vor Gericht.

Landkreis Wittmund. Die gewünschte Innenverdichtung mit dem Bau von Mehrfamilien-Wohnhäusern in den Orten des Wittmunder Kreisgebiets stößt bei den betroffenen Anliegern häufig auf Widerstand. Das stellte das Bauamt des Landkreises in seinem Jahresrückblick heraus.

Das Interesse Bauwilliger lässt nicht nach: 2019 wurden insgesamt 752 Bauanträge an die Kreisverwaltung gestellt. Mit dieser Anzahl sei ziemlich exakt der Wert des letzten Jahres wieder erreicht worden, heißt es in einer Mitteilung. Im Einzelnen waren es 528 Bauanträge, 106 Voranfragen und 118 Mitteilungsverfahren.

Vermehrt gingen in diesem Jahr bei der Bauaufsicht Bauvoranfragen ein, so der Landkreis weiter. „Sie stellen ein gutes Instrument dar, um die grundsätzliche Zulässigkeit eines angedachten Bauvorhabens im Vorfeld zu erfragen.” Auf diese Weise könnten potenzielle Bauherrn mit relativ wenig Aufwand eine rechtsverbindliche Antwort zu ihrem Bauwunsch erhalten. Allerdings 42 Voranfragen wurden wieder zurück gezogen, weil keine Aussicht auf eine positive Bescheidung bestanden hätte.

„Vom Bundesgesetzgeber wird allgemein vorgegeben, dass sparsam mit Baugrund umzugehen ist. Gleichzeitig gibt es aber auch im Harlingerland eine große Nachfrage nach Wohnraum”, erklärte der Landkreis. Eine denkbare Variante wäre, dass Investoren Mehrfamilien-Wohnhäuser in den Innenlagen der Städte und Dörfer bauen. So entstehen oftmals attraktive Wohnungen. Allerdings werden so bislang unbebaute Grundstücke genutzt. „Das ruft häufig die Nachbarn auf den Plan, die mit einer an ihr Haus heranrückenden Bebauung nicht einverstanden sind”, wies die Stadt auf Widerstände hin. Entsprechend hoch sei der Beratungs- und Prüfaufwand beim Bauamt. In einigen Fällen zogen Anwohner vor Gericht, um die erteilte Baugenehmigung überprüfen zu lassen. Werden die Vorgaben des jeweiligen Bebauungsplanes eingehalten, oder fügt sich das Gebäude in die vorhandene Bebauung ein, bestehe jedoch ein Rechtsanspruch auf die Baugenehmigung. Der Landkreis geht davon aus, dass sich dieser Trend zur so genannten Innenverdichtung in Ortslagen fortsetzen wird.

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