Landkreis Wittmund
Massenhaft Tiere verendet

Aluminiumverbindung für Fischsterben verantwortlich

Im Oktober wurden zentnerweise tote Fische in Gewässern des Landkreises Wittmund gefunden. Die Untere Wasserbehörde legte nun ihren Abschlussbericht vor.

Landkreis Wittmund. Nach dem massenhaften Fischsterben im Landkreis Wittmund vor zwei Monaten steht nun fest: Die Tiere sind in Kontakt mit einer stark giftigen Aluminiumverbindung gekommen und infolgedessen verendet. Das geht aus dem Abschlussbericht der Unteren Wasserbehörde hervor, die unterschiedliche Analysen durchgeführt hat. Rund 7,5 Zentner Schleie, Hechte, Brassen und Karpfen waren Anfang Oktober aus den Gewässern Stuhlleide und Falster Tief zwischen Esens und Dunum geborgen worden.

Entwarnung gibt es für die Verzehrung von Fischen aus den betroffenen Gewässern. Das Niedersächsiche Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit konnte nach der Untersuchung von Gewebeproben grünes Licht geben.

Ein derartiges Fischsterben scheint kein Einzelfall zu sien. "Nach Recherchen bei den Untersuchungsstellen der Landesämter sowie bei den Geschäftsstellen des Landesfischereiverbandes und des Anglerverbandes Niedersachsen handelt es sich beim Auslöser des Fischsterbens um ein bekanntes Phänomen", teilte der Landkreis mit. Das Phänomen könne auftreten, wenn auf lange Trockenperioden lang anhaltende Niederschläge folgen. Metalle, insbesonders Aluminium, können dann zusammen mit Sulfat aus dem Boden ausgetragen werden. Schon geringe Mengen einer solchen stark toxisch wirkenden Aluminiumverbindung haben sehr wahrscheinlich zum Absterben der Fische geführt, vermutet der Landkreis. In Cuxhaven und Stade habe es ähnliche Fälle gegeben.

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