Landkreis Leer
Mehrere Blitzeinschläge

Unwetter trifft Landkreis Leer

Blitze und hohe Wassermengen sorgten für Schäden und Feuerwehr-Einsätze.

Von Frank Logert

Landkreis Leer. Schwere Gewitter tobten am Samstagabend auch über Ostfriesland. In der Gemeinde Ostrhauderfehn schlug einer der zahlreichen Blitze in das Dach eines freistehenden Einfamilienhauses unmittelbar neben einer Hochspannungsleitung ein. Als wenig später die alarmierte Feuerwehr eintraf, schlugen bereits Flammen aus dem Dachstuhl. Sofort wurden weitere Kräfte, darunter auch eine Drehleiter, nachgefordert.

Zum Glück konnte die Feuerwehr den Brand löschen, bevor er das gesamte Haus erfasste. Über die 30 Prozent des Daches wurde aber durch das Feuer zerstört. Die Bewohner wurden durch das Feuer zum Glück nicht verletzt.

Während der Löscharbeiten wütete das Gewitter weiter über der Region. Nur wenige Meter von der Einsatzstelle entfernt schlug ein Blitz krachend in eine Hochspannungsleitung ein. Ortsbrandmeister Ralf Ecken, der zum Zeitpunkt des Blitzeinschlages in unmittelbarer Nähe zur Hochspannungsleitung war, sah nur die Funken fliegen. "Ich hörte den lauten Knall und bin dann zunächst mit den Einsatzkräften in Deckung geganngen. Immer wieder konnten wir die Blitze am Himmel sehen, aber dass es plötzlich zum einschlag kommt, da haben wir uns schon erschrocken" so Ecken.

Das Unwetter brachte auch Unmengen an Wasser mit sich, das der Boden in dem ausgetrockneten Gebiet nicht aufnehmen konnte. Die Wassermassen bahnten sich unter anderem in Rhauderfehn-Burlage in einem reißenden Bach ihren Weg und fluten dabei unter anderem ein Einfamilienhaus völlig. Auch liefen mehrere Keller voll. Auch hier war die Feuerwehr im Großeinsatz.

Ortsbrandmeister Wolfgang Harm leitete den Einsatz in Burlage. "So viel Regen hatten wir nicht erwartet. Auch im eigenen Feuerwehrhaus stehen über 20 Zentimeter Wasser. Mehrere Häuser im Ort stehen unter Wasser. Die Regenmengen laufen einfach von den Moorflächen in die Häuser. Aktuell werden Sandsäcke gefüllt und das Wasser abzuleiten." Die Bewohner des Hauses konnten garnicht fassen, was da plötzlich passiert. "Auf einmal stand hier alles unter Wasser. Das läuft einfach vom Moor direkt bei mit ins Haus", so der Hausbeitzer Rolf Cordes im Gespräch. "Die Feuerwehr ist angerückt und hilft mit jetzt mit Sandsäcken und den Pumpen. Überall steht das Wasser. Im Wohnzimmer habe ich schon versucht es aufzuwischen, aber es läuft zu viel nach. Auch im Badezimmer und in der Küche ist alles nass."

Seine Tochter Diana Cordes eilte mit ihrem Lebensgefährten zur Unterstützung nach Burglage. "Als mein Vater mir die Lage schilderte, konnte ich es ihm ernst nicht glauben. Aber wenn man das hier so mit seinen eigenen Augen sieht, dann ist das schon unfassbar wie viel Wasser hier ist. Wir saßen grade beim Grillen als das Unwetter losging. Bei uns steht der Keller nun auch unter Wasser. Sowas haben wir noch nie erlebt. Eine reinste Katastrophe hier." Weil die Feuerwehr in Burlage keine gefüllten Sandsäcke vorrätig hatte, rückten auch Kameraden aus dem Rheiderland an. Sie brachten mit einem Fahrzeug der Feuerwehr Jemgum zwei Europaletten mit bereits gefüllten Sandsäcken.

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