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Energie

Nordsee: Gefahr wegen Erdgasförderung?

Die Niederlande will in der Nordsee nahe der ostfriesischen Insel Borkum nach Erdgas bohren. Das kommt bei Umweltschützern nicht gut an.

Borkum/Hannover. Niederländische Pläne zur Erdgasförderung in der Nordsee nahe der Insel Borkum sind bei Umweltschützern auf Kritik gestoßen. Die Genehmigung neuer Gasfelder laufe den deutschen Klimaschutzzielen zuwider, kritisierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland jetzt. Das Projekt sei riskant, da es durch Erdgasförderung immer wieder zu Sackungen und Erdbeben komme. Von möglichen Absenkungen des Meeresbodens könnte auch Borkum betroffen sein.

Das Unternehmen ONE-Dyas B.V. möchte im niederländischen Teil der Nordsee an der Grenze zu Deutschland Erdgas gewinnen und eine Erdgas-Plattform errichten. Von dort solle bis in den deutschen Teil der unterirdischen Lagerstätte gebohrt werden, so das Unternehmen. In das niederländische Planfeststellungsverfahren ist auch das niedersächsische Landesamt für Bergbau Energie und Geologie (LBEG) eingebunden. Es koordiniert das Beteiligungsverfahren auf deutscher Seite. Wer etwa Auswirkungen durch das Projekt befürchtet, kann bis zum 19. September Einwände und Stellungnahmen abgeben.

Das Vorhaben werde deutlich mehr Lärm in den niederländischen und deutschen Teil der Nordsee bringen, befürchtet Nadja Ziebarth vom Bund-Meeresschutzbüro. Direkt angrenzend lägen mehrere Naturschutzgebiete, die schon jetzt durch Lärm belastet seien. Betroffen seien Unterwassertiere wie Schweinswale und Fische.

Neue Pläne zur Erdgas- und Erdölförderung in Niedersachsen waren Mitte August auch auf Kritik der niedersächsischen Grünen gestoßen. Das Festhalten an fossilen Energien widerspreche einer entschlossenen Klimaschutzpolitik, sagte die Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz.

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