Landkreis Aurich
Unfallstatistik für 2018

Weniger Unfälle - aber mehr Verkehrstote

Die Polizei Aurich/Wittmund hat am Mittwoch die Unfallzahlen für das vergangene Jahr vorgestellt. Unerfreulicherweise stieg sowohl die Anzahl der Verkehrstoten, als auch die Anzahl der Schwerverletzten. Insgesamt gab es aber weniger Unfälle als im Vorjahr.

Aurich/Wittmund. Die Zahl der Verkehrstoten in den Landkreisen Aurich und Wittmund ist gestiegen. Dies teilte die Polizei Aurich/Wittmund am Mittwoch mit. Im vergangenen Jahr sind 12 Menschen durch Unfälle gestorben - drei mehr als im Jahr 2017. Die Zahl hat sich damit erstmals seit 2015 wieder erhöht. Auch die Zahl der Schwerverletzten stieg im Vergleich zu 2017 um 20 Verkehrsteilnehmer auf 234. Im Bereich der Wildunfälle ist ebenfalls ein Anstieg zu verzeichnen. Daneben zeigen andere Bereiche der Unfallstatistik von 2018 aber auch positive Tendenzen.

Die Gesamtzahl der Unfälle in den beiden Landkreisen ist leicht gesunken. Im vergangenen Jahr gab es 197 weniger Unfälle als noch im Vorjahr. Dabei lässt sich im Landkreis Aurich ein Minus von 170 Unfällen verzeichnen, im Landkreis Wittmund sind es 27 Unfälle weniger. Für Aurich ist es mit 3368 Unfällen in 2018 der niedrigste Stand seit 2014.

Die Zahl der Leichtverletzten bewegt sich in etwa auf dem Niveau von 2017, sowie auch die Anzahl der Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Auffällig sei aber, dass bei etwa der Hälfte der Unfallverursacher unter Alkoholeinfluss ein Wert über 1,6 Promille festgestellt wurde. "Im Rahmen einer Unfallaufnahme im Jahr 2018 stellten die Polizeibeamten beispielsweise bei einem Autofahrer einen Wert von 3,21 Promille fest. Bei einem Radfahrer, der unter Alkoholeinfluss in einen Graben stürzte und dabei verletzt wurde, wurde ein Promillewert von 3,82 festgestellt", heißt es in der Mitteilung. Nach der Statistik ist außerdem seltener die Geschwindigkeit Auslöser für die Unfälle gewesen. Die Polizei gehe hingegen davon aus, dass die Dunkelziffer für Ablenkung hinterm Steuer aktuell sehr hoch ist. „Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn Autofahrer nicht von ihrem Handy abgelenkt würden“, vermutet Andreas Reimann, Sachgebietsleiter Verkehr.

Kommentare
FOLGEN SIE UNS
Anzeige

KONTAKT ZU UNS

Sie ziehen um oder es gibt Probleme bei der Zustellung? Dann finden Sie Hilfe in unserem Servicebereich

Zum Servicebereich

Sie möchten direkten Kontakt zu einer Abteilung aufnehmen oder haben Anregungen? Dann finden Sie im Kontaktbereich die passende Adresse

Zum Kontaktbereich

AM SEEHAFEN