Landkreis Aurich
36 000 Einsätze pro Jahr

Weniger Einsätze dank Corona

Während der Pandemie gingen Fahrten des Rettungsdienstes um fast die Hälfte zurück. Aktuell liegt die Auslastung wieder bei 80 Prozent.

Von Klaus-Dieter Heimann

Aurich. In der Hochphase der Corona-Pandemie sind die Fahrten des Rettungsdienstes deutlich zurückgegangen. Zwischen Mitte März und Mitte April habe man 45 Prozent weniger Einsätze als üblich gefahren, erläuterte Carl-Heinz Arends, Geschäftsführer der Rettungsdienst Landkreis Aurich gGmbH, am Montag im zuständigen Betriebsausschuss in Aurich. Inzwischen liege die Auslastung wieder bei etwa 80 Prozent. Die ruhige Phase hätten Mitarbeiter für den Abbau von Überstundenstunden oder für Urlaub genutzt, erzählte der Geschäftsführer.

Auf die Pandemie habe man sich rechtzeitig und gut vorbereitet, so Arends weiter. Gerade Anfang März habe es viele Betriebs- und Verfahrenshinweise gegeben, um die Transportbedingungen den Umständen anzupassen. In nur ganz wenigen Fällen sei es zu Fahrten mit Corona-Infizierten gekommen — nach jedem Einsatz werde jedoch das Fahrzeug komplett desinfiziert. Zudem werde der Kontakt der Mitarbeiter untereinander auf das dringend erforderliche Maß reduziert.

In den eigenen Reihen habe es bislang nur einen Infizierten gegeben, der Betroffene habe die Infektion ohne Symptome überstanden. Fünf Kollegen hätten in der Folge vorsorglich in Quarantäne gemusst.

Arends lobte in seinem Bericht die gute Zusammenarbeit mit der Regionalleitstelle Ostfriesland in Wittmund. Hier werde seit Beginn der Corona-Krise noch genauer abgefragt, ob tatsächlich der Einsatz eines Rettungswagens nötig ist. Arends: „Die Fahrten, die wir in dieser Zeit haben, sind echte Notfälle.“ Zudem, so wird vermutet, überlegten sich Patienten der Angehörige genauer, ob sie tatsächlich einen Rettungswagen rufen müssen.

Erster Kreisrat und Gesundheitsdezernent Dr. Frank Puchert erklärte im Betriebsausschuss, dass der Rettungsdienst keine krisenbedingten Einnahmeausfälle zu beklagen habe: „Wir bekommen von den Kostenträgern das, was der Rettungsdienst kostet.“

Der Rettungsdienst des Landkreises unterhält in eigener Regie Rettungswachen in Aurich, Norden, Nesse, Moordorf, Spetzerfehn, Pewsum und auf der Insel Baltrum. Durchschnittlich werden pro Jahr rund 36 000 Einsätze gefahren.

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