Landkreis Aurich
Infrastrukturprojekt

Weitere 58 Millionen für Turbo-Internet im Landkreis

Der Kreis geht eine zweite Förderrunde beim Glasfaser-Ausbau an.

Von Peter Saathoff

Landkreis Aurich. Noch hat der Landkreis keinen Meter Glasfaserkabel verbuddelt, da richten Verwaltung und Politik bereits den Blick in den weiteren Ausbau von schnellem Internet. In einer zweiten Förderrunde will der Kreis bis zu 3700 Haushalte, die Schulen sowie 24 Gewerbegebiete mit Turbo-Internet versorgen. Das Infrastrukturprojekt bringt Kosten in Höhe von rund 58 Millionen Euro mit sich. Davon sollen rund 32 Millionen Euro durch Fördermittel von Bund und Land finanziert werden.

Mit der zweiten Förderrunde will der Landkreis einen gesamten Versorgungsgrad von 98,31 Prozent aller Haushalte im gesamten Gebiet abdecken. Schwierig werden die letzten rund 1500 Haushalte. Für die sei der Ausbau wirtschaftlich nicht machbar, verdeutlichte Meinen. Der Landkreis bleibe zwar dran und hoffe auf weitere Förderperioden, damit es irgendwann wirklich Turbo-Internet „bis zur letzten Milchkanne” gebe. Aber so lange müssten Zwischenlösungen für die betroffenen Haushalte gefunden werden, etwa ein besserer Ausbau vom Mobilfunk.

Unterdessen gehe es auch bei der ersten Ausbaustufe voran, teilte Christian Schmidt mit, verantwortlich für den Tiefbau im Landkreis. Aktuell werde die Feinplanung für den Ausbau der 560 Kilometer langen Glasfaser-Trasse durch das Kreisgebiet vollendet. Mit dem Beginn der Baumaßnahme rechne er zwischen Oktober und November 2020. Etwa zwei Jahre werde die gesamte Maßnahme dauern, bis alle der maximal 10 500 Haushalte der ersten Förderperiode angeschlossen sein könnten. Aktuell haben sich rund 4700 der Haushalte gemeldet. Weitere Haushalte können sich bis zum 11. Januar beim Landkreis oder bei Vodafone melden, um einen kostenlosen Glasfaser-Anschluss an ihr Haus zu legen. Wie berichtet, erfordert der Anschluss einen zweijährigen Vertrag mit dem Mobilfunkanbieter Vodafone. Der Landkreis investiert in der ersten Förderrunde rund 56 Millionen Euro. Von der Summe stammen 24,3 Millionen Euro vom Bund, sieben Millionen Euro steuert das Land bei. Der Eigenanteil des Landkreises beträgt 17,3 Millionen Euro.

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