Landkreis Aurich

Vorsicht Sommer – diese Gefahren gibt es für Hunde

Die hohen Temperaturen machen nicht nur uns Menschen zu schaffen. Auch Hunde leiden darunter. Welche Gefahren es noch gibt und wie man Abhilfe schafft - der Überblick.

Von Soeke Heykes

Ostfriesland. Die Hitze bereitet vielen Hundehaltern in diesen Tagen Sorgen. Denn die Wärme kann auch für einige Hunde zur Gefahr werden. Wir haben uns Tipps von Tierheimen geholt, wie man bei diesem Wetter Abhilfe schafft. Andrea Kerzel, Leiterin des Tierheims Aurich, hat einen simplen Vorschlag: An einem schattigen Ort ein nasses Handtuch ausbreiten, auf das sich der Vierbeiner legen kann. Damit die kühlende Wirkung anhält, sollte es alle zwei bis drei Stunden ausgetauscht werden.

Kommt es allerdings zu einem Hitzschlag, muss das Tier mit feuchten Tüchern heruntergekühlt werden, sagt Maren Molle vom Tierheim Hage. Wichtig dabei: Die Tücher mit lauwarmem Wasser befeuchten, um das Tier langsam abzukühlen. „Dann muss das Tier zum Tierarzt“, sagt Kerzel. Anzeichen für einen Hitzschlag sind starkes Hecheln, eine seitlich heraushängende Zunge sowie fehlende Ansprechbarkeit.

Wer mit seinem Hund rausgeht, sollte darauf achten, ihn möglichst von der Sonne fernzuhalten. Auch Asphalt sollte gemieden werden, da er sich stark aufheizen kann. Hat der Hund ein geschwächtes Herz, empfiehlt das Tierheim Hage zudem, nur früh morgens oder spät abends Gassi zugehen. Auch beim Ausflug an Plätzen mit Seen ist Vorsicht geboten. Zu viel und zu schnelle Wasseraufnahme könnte zum Tod führen, sagt Tierheimleiterin.

Steht ein Ausflug oder eine Reise an, sollte eines nicht fehlen: die Notfallapotheke. „Die gibt es in jeder normalen Apotheke“, sagt Kerzel.  Sie enthält unter anderem eine Pinzette, mit der Grannen oder kleine Glassplitter aus dem Fußballen gezogen werden können. Ebenfalls ist ein bestimmtes Antibiotikum gegen Schwellungen in der Notfallapotheke enthalten. Es hilft, wenn ein Hund nach einer Biene oder Wespe geschnappt hat und diese im Maul zugestochen hat. Auch in diesem Fall empfiehlt die Leiterin des Tierheims Aurich anschließend zum Tierarzt zu fahren.

Sticht eine Wese oder Biene das Tier in den Fuß, sollte der mit Wasser gekühlt werden. „Und dann zum Tierarzt, weil das Tier auch einen anaphylaktischen Schock bekommen kann“, sagt Kerzel. Neben der Notfallapotheke hat Kerzel zudem ein Kühlpack und Wasser immer dabei.

Kommt es dazu, dass der Hund etwas frisst, was er nicht sollte, Beispiel einen Hühnerknochen, gibt es ein natürliches Hilfsmittel: „Sauerkraut zufüttern“, sagt die Leiterin des Tierheims Aurich. Das Sauerkraut ummantelt den Knochen oder anderes, was der Hund dann erbricht. Auch hier sollte der Tierarzt aufgesucht werden, um mögliche Verletzungen wie an der Speiseröhre oder im Magen zu entdecken und zu versorgen.

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