Landkreis Aurich
Fake Shop

Verbraucherzentrale warnt vor falschen Strandkorb-Anbietern im Internet

Betrüger versuchen über die Verkäufer-Plattform Amazon Vertrauen zu gewinnen.

Aurich. Vorsicht, Fake – Die Auricher Verbraucherzentrale warnt vor Betrügern, die Strandkörbe im Internet anbieten.  Angesichts ungewisser Urlaubspläne seien Strandkörbe zurzeit stark gefragt. Das versuchen unseriöse Anbieter für sich zu nutzen.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hatte nach einer Beschwerde entsprechende Fake-Shops auf der Online-Verkäuferplattform Amazon entdeckt. Kunden sollten vor der Bestellung direkt Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen und Geld auf teils ausländische Konten überweisen. Besonders dreist sei, dass die Bestellbestätigung täuschend echt aussah und die Betrüger auf den Amazon-Käuferschutz verwiesen. Letzterer greift in solchen Fällen aber nicht.

Beim Kauf auf Amazon.de fühlen sich die meisten Verbraucher sicher – doch auch hier ist Vorsicht geboten. „Wer aktuell nach Strandkörben sucht, kann leicht auf unseriöse Anbieter stoßen“, warnt Karin Itzen von der Verbraucherzentrale in Aurich. Die Masche sei immer gleich: Kunden sollen den Anbieter vor der Bestellung kontaktieren. Sie werden aufgefordert, den Preis vorab zu überweisen, meist auf europäische Konten. Die Kunden erhielten dann eine Bestellbestätigung, die dem Original von Amazon gleicht. In der Mail werde mit dem Käuferschutz geworben und erklärt, Amazon sichere die Zahlung ab, bis der Kunde die Ware erhält, überprüft und akzeptiert. „Das ist jedoch nicht korrekt, die A-bis-z Garantie greift nicht, wenn die Bezahlung abseits von Amazon stattfindet“, so Itzen. Der Betrug eines Anbieters fiel auf, da der angeblich deutsche Anbieter eine spanische Bankverbindung angegeben hatte.

Auch Shop-Betreiber seien Opfer von Betrug. In einem anderen Fall wurde ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Deutschland als Verkäufer angegeben, berichtet die Verbraucherzentrale. Das Unternehmen existiert tatsächlich. „Auf seiner Website gibt es jedoch bekannt, Opfer eines Hackerangriffs geworden zu sein. Betrüger haben den Amazon-Account genutzt, um Produkte im Namen des seriösen Anbieters zu verkaufen“, erklärt Itzen. Das Beispiel zeige, dass Kunden auch beim Kauf auf Amazon sehr vorsichtig sein sollten.

„Beim Marketplace-Einkauf sollten Kommunikation und insbesondere die Bezahlung ausschließlich über Amazon erfolgen“, rät Itzen. Nur dann könnten Verbraucher im Betrugsfall die A-bis-z Garantie nutzen. Außerdem sollten Kunden nicht per Überweisung oder Western Union bezahlen und misstrauisch werden, wenn ein angeblich deutscher Anbieter eine ausländische Bankverbindung angibt. Im Betrugsfall gilt: Strafanzeige stellen und Amazon umgehend informieren.

Bei Fragen hilft die kostenlose Telefon- oder Videoberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen: www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/fuer-sie-da

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