Landkreis Aurich
Veranstaltung

Sturm bremst Markt am Kloster nur an einem Tag

Der Ihlower Schneeglöckchenmarkt litt am Sonntag unter dem schlechten Wetter. Die Besuchermassen nutzten den Samstag für den Marsch zum Kloster.

Von Udo Hippen

Ihlow. Die Neuauflage des traditionellen Schneeglöckchenmarktes hat am vergangenen Wochenende zwei Gesichter gezeigt. Steht in der Regel der Sonntag für den Massenandrang, pilgerten in diesem Jahr die Besucher schon am Samstag durch den Ihlower Forst. Verantwortlich dafür war das Sturmtief „Victoria”, das für den Sonntag echtes Schietwetter ankündigte. „Viele Besucher waren bereits Samstag da, weil für den Sonntag Sturm angesagt war”, berichtete Mitorganisatorin Anna Buttjer im Gespräch mit dem Sonntagsblatt. „Am Samstag sind wir überrannt worden.” Viele Klosterfans hätten sich in den Tagen zuvor auch telefonisch gemeldet, um zu fragen, ob der Schneeglöckchenmarkt aufgrund des Wetters überhaupt stattfinden würde. „Natürlich haben wir uns unsere Gedanken gemacht”, erklärte Klostervereinsvorsitzender Bernd Buttjer auf Nachfrage. „Wir haben den Wetterbericht stets im Auge gehabt.” Eine Absage der Veranstaltung sei aber nicht notwendig gewesen. Tatsächlich hielt sich der Sturm in Grenzen.

Mit dem Schneeglöckchenmarkt wird im Ihlower Wald die Saison eingeläutet und das Kloster mit Macht aus dem Winterschlaf gerissen. Auch die zehnte Auflage des vergangenen Wochenendes kann unterm Strich als Erfolg bewertet werden. „Wir haben viele Wiederholungstäter”, sprach Anna Buttjer von vielen Stammgästen, die regelmäßig den Weg zum Kloster finden. Der Erfolg dieses Samstages lasse den im Vergleich zu den Vorjahren traditionell schlechteren Samstag vergessen. „Der Samstag hat es rausgerissen”, lautete der gemeinschaftliche Tenor. Dennoch müsse man sich wundern, dass auch am Sonntag noch derart viele Besucher den Markt bevölkert hätten.

Erstmals kam zum Schneeglöckchenmarkt auch das im vergangenen Jahr neu eingeführte Parkkonzept zum Einsatz. Stellte sich in der Vergangenheit das Thema Parken stets als Achillessehne der Klosterveranstaltungen dar, hilft das neue Konzept, den Pkw-Ansturm zu entzerren. „Das funktioniert gut”, zeigte sich Bernd Buttjer erfreut. „Damit hatten wir bereits beim Lüchtermarkt gute Erfahrungen gemacht.” Zwei Parkplatzanweiser sorgten zum Beispiel dafür, dass es auf der Parkfläche am Eingang des Waldes deutlich geordneter zuging. Ansonsten gab die in eine Einbahnstraße umgewandelte Plaggefelder Straße weitere Parkplätze frei.

Übersichtlicher ging es am Sonntag auf dem Außengelände des Klosters zu. Einmal abgesehen davon, dass „Victoria” den Besucheransturm ausbremste, musste der Grillstand aufgrund des starken Windes weichen. Er zog ins Backhaus. Dort, wo es sonst nach frischem Brot riecht, sorgten brutzelnde Würste auf dem Holzkohlegrill für Wohlgeruch. Ansonsten war auch am Sonntag alles nachgefragt, nur eben nicht in den großen Mengen wie am Samstag. „Eigentlich geht fast alles”, sprach Anna Buttjer auch von Osterdekorationen, die über die Ladentheke gingen. „Unsere Schneeglöckchen sind natürlich der Renner.”

Neu war in diesem Jahr, das sich der geöffnete Klosterladen dem Schneeglöckchenmarkt anschloss. Eine Tatsache, die sich gerade aufgrund des Schietwetters als treffend erwies. Ansonsten ist das Klostercafé mit seiner vielfältigen Auswahl an Torten fester Anlaufpunkt. Die nachmittags angesetzten Klosterführungen fanden ebenfalls ihr Publikum und entführten die Teilnehmer in die Zeit der Mönche.

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