Landkreis Aurich
Chat-Affaire

SPD will Beekhuis vor Landtagssitzung aus der Fraktion werfen

Die SPD im Gemeinderat Großefehn will außerdem am Montag über einen Ausschluss aus der dortigen Fraktion entscheiden.

Hannover/Großefehn. Die SPD möchte den im Streit um diskriminierende Chats aus der Partei ausgeschlossenen Abgeordneten Jochen Beekhuis vor der Landtagssitzung in dieser Woche aus der Fraktion werfen. Die Abstimmung darüber sei auf der Fraktionssitzung am Dienstag geplant, sagte ein SPD-Sprecher.

Während der Plenarsitzung von Mittwoch bis Freitag werde Beekhuis dann wohl noch bei der SPD mit in der Abgeordnetenbank sitzen. Für die darauffolgende Sitzung sei es Aufgabe der Landtagsverwaltung, dem künftig fraktionslosen Beekhuis einen gesonderten Sitzplatz herzurichten. Die Partei werde den 42-Jährigen wohl nicht auffordern, sein Mandat zurückzugeben.

Am Montag wollte die SPD im Gemeinderat Großefehn über einen Ausschluss von Beekhuis aus der dortigen Fraktion entscheiden. Ein Anwalt von Beekhuis habe die örtlichen Sozialdemokraten vor juristischen Folgen gewarnt, sollten sie Beekhuis ausschließen.

Beekhuis soll sich in privaten Chats angeblich abfällig über Frauen, Homosexuelle und dicke Menschen geäußert haben. Weil die SPD an der Echtheit der Chats keinen Zweifel hat, warf sie Beekhuis aus der Partei (wir berichteten). Die Anwältin des Politikers sagte, Beekhuis werde sich gegen den Parteiausschluss wehren. Die Chats stammten ihrer Ansicht nach aus manipulierten Datensätzen und kriminellen Machenschaften.

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