Landkreis Aurich
Enercon-Entlassungen

Sozialpläne für Enercon-Töchter vereinbart

Die Geschäftsführung und der Betriebsrat der AERO Rotorblattfertigung GmbH einigen sich auf ein Programm.  Eine Lösung wurde auch für die Composite Material Supply GmbH gefunden.

Von Peter Saathoff

Aurich. Geschäftsführung und Betriebsrat der Aero Rotorblattfertigung GmbH (Aero) haben einen millionenschweren Interessenausgleich und Sozialplan für die 108 Mitarbeiter des vor der Schließung stehenden Rotorblattwerks in Aurich vereinbart. Das teilte das Unternehmen per Pressemitteilung mit. In einer weiteren Pressemitteilung teilte das Unternehmen mit, dass es auch bei der Composite Material Supply GmbH (CMS) einen Sozialplan gebe. Von dem sind 164 Mitarbeiter betroffen. In beiden Firmen sind individuell hohe Abfindungen und eine Transfergesellschaft vereinbart worden. Offen sind noch die beiden Betriebe RBO und KTA.

„Die Situation war sicherlich für alle Beteiligten nicht einfach“, beschreibt Aero-Geschäftsführer Jürgen Rötgert die Verhandlungen während der vergangenen zwei Wochen. „Die Entscheidung, das Werk zu schließen, mussten alle erst einmal verarbeiten.” Allerdings sei dem Unternehmen durch die Auftragslage die Geschäftsgrundlage weggebrochen.

Die Vertragslaufzeit beim Wechsel in die Transfergesellschaft ist abhängig von der individuellen Kündigungsfrist und beträgt mindestens sechs, maximal zwölf Monate. Beschäftigte sollen in dieser Zeit neben dem mit dem Betriebsrat verhandelten aufgestockten Transferkurzarbeitergeld umfangreiche Unterstützung bei der Bewerbung oder Neuorientierung erhalten. Dafür sollen verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen angeboten und Weiterbildungen finanziert werden. So sei für Anfang Januar mit der Bundesagentur für Arbeit und interessierten Firmen ein Jobtag in Aurich geplant, um die Möglichkeiten des lokalen Arbeitsmarktes nutzen zu können, heißt es in der Pressemitteilung.

Weil nach Ablauf der Transfergesellschaft-Phase theoretisch das Arbeitslosengeld I gezahlt wird, ist für die Mitarbeiter eine bis zu zweijährige Absicherung ausgehandelt worden. „Über diese Absicherung freue ich mich ganz besonders“, teilte Rötgert mit. „Über die geschaffene Sicherheit, die ihnen die Transfergesellschaft bietet, haben die Mitarbeiter nun genügend Zeit, die berufliche Karriere weiterzuentwickeln und sich wieder dem lokalen Arbeitsmarkt anzubieten.”

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