Landkreis Aurich

Rätsel um mysteriösen Tod in Sandkuhle

Ermittlungen über Tod von 35-Jährigen laufen. Anruferin meldete Verunglückten.

Upgant-Schott. Ein 35-jähriger Mann aus Upgant-Schott ist gestern Morgen gegen 6.40 Uhr tot aus einer Sandkuhle am Eetsweg in Upgant-Schott geborgen worden.

Gegen kurz nach 6 Uhr hatte ein Anrufer bei der Polizei in Norden mitgeteilt, dass in der Sandkuhle ein Mann verunglückt sei. Sofort wurden Feuerwehr und andere Rettungskräfte zum Einsatzort entsandt, teilt Polizeisprecherin Sabine Kahmann mit, die sich wegen der Ermittlungen mit Details zurück hielt.

Fünf Taucher der DLRG suchten eine halbe Stunde später in dem 2000 Quadratmeter großen Gewässer den Leichnam des 35-Jährigen. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst beobachteten das Geschehen vom Ufer aus und suchten das Gelände ab. Etwa 25 Meter vom Gewässerrand entfernt, in drei bis vier Metern Tiefe stieß ein Taucher schließlich auf den leblosen Körper des Mannes.

Wie das Opfer, das in Upgant-Schott wohnte, ums Leben kam, ist bislang noch völlig unklar. Polizeisprecherin Kahmann deutete an, dass der Vorfall möglicherweise eine „Vorgeschichte” habe, „Taten, die damit im Zusammenhang” stehen, wie die Beamtin sagte. Nach bislang unbestätigten Informationen könnte es sich bei diesen Taten um Einbruchdiebstähle gehandelt haben.

Im Klartext heißt das: Es ist denkbar, dass der tödliche Vorfall am Baggersee einen kriminellen Hintergrund hat.

Ein Rucksack spielt dabei offenbar eine entscheidende Rolle, der angeblich auf dem Wasser trieb und von den Insassen eines vorbeifahrenden Autos gesehen worden sein will - unter ihnen das spätere Opfer.

Nach Angaben eines 25-jährigen Zeugen, der sich ebenfalls in dem Wagen befunden haben soll, wollte der Brookmerlander aus unbekanntem Grund zu dem Rucksack schwimmen. Kurz bevor er ihn erreichte, ging er unter und tauchte nicht wieder auf. Ein dritter Mann, es soll sich um den Vater des Zeugen handeln, alarmierte die Polizei.

Um kurz vor halb sieben rückte die Feuerwehr Upgant-Schott mit etwa 20 Mann aus, der Rüstwagen der Norder Feuerwehr und die DLRG-Wasserrettung an. 40 Einsatzkräfte und auch ein Pastor waren vor Ort, wo die Feuerwehrleute den Rucksack rasch an Land holten. Dessen Inhalt lasse auf eine Frau als Besitzerin schließen, hieß es an der Unglücksstelle. Der Verdacht, es könnte eine weitere weibliche Person beteiligt und ebenfalls ertrunken sein, bestätigte sich aber nicht. „Es gibt keine Frauenleiche”, machte Polizeisprecherin Kahmann deutlich.

Ansonsten blieb gestern vieles im Dunkeln und es gibt Ungereimtheiten: Die rund 2000 Quadratmeter große Wasserfläche am Eetsweg, wo seit Jahren Sand abgebaut wird, kann von der Straße aus kaum eingesehen werden, da sie von einem Erdwall und Strauchwerk umgeben ist. Einen darauf treibenden Rucksack zu erkennen, dürfte daher ausgesprochen schwierig sein.

Kahmann sieht ebenfalls Widersprüche, wollte sich aber nicht dazu äußern, ob der einzige Augenzeuge in direktem Zusammenhang mit dem Vorfall steht. Sie sagte nur, dass der Mann im Zuge der polizeilichen Ermittlungen weiter befragt werde: „Er hat ein besonderes Wissen”, stellte die Polizeisprecherin fest.

mg/ggm

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