Landkreis Aurich

Puppentheater, ein mobiles Lesenest - und eine Bauhütte

Die Ländliche Akademie Krummhörn (LAK) sucht Mitstreiter für neue Projekte.

Pilsum. An Ideen mangelt es dem Kultur-, Handwerker- und Künstlerstammtisch nicht, der sich seit Februar an jedem ersten Montag um 19 Uhr in der Alten Brauerei in Pilsum trifft. Bereits bei der zweiten Sitzung konnte Jasmin Kunstreich-Heinrichsdorff von der Ländlichen Akademie Krummhörn (LAK) in dieser Woche erste Projekte vorstellen, die in der Ideen-Werkstatt weiter entwickelt werden sollen.

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So könnte langfristig ein Puppentheater für die Krummhörn auf die Beine gestellt werden. „Ich werde den alten Holzwurm wieder ausgraben”, versprach Hans Bierwagen, der jahrelang die LAK-Holzwerkstatt in Jennelt geleitet hat. Dort könnte Mitglieder einer Gruppe Puppen aus Holz schnitzen, während andere Kulissen bauen, wiederum andere Kostüme nähen und zu guter Letzt weitere ein Theaterstück verfassen. „Wir haben praktisch alle Gruppen in der LAK”, freut sich Bierwagen. Wer bei dem Projekt mitmachen möchte, sollte sich bei LAK-Geschäftsführerin Christine Schmidt melden.

Für ein zweites Projekt sucht Hans Bierwagen Menschen, die gerne vorlesen. Zusammen mit anderen Trägern wie zum Beispiel der Kreisvolkshochschule Norden könnte ein mobiles Lesenest geschaffen werden. Vorgeschlagen wurde weiter eine Verschenkbücherei, die mit einer Vorlesestunde oder Hörbücherei verbunden wird.

Ulrike Kemper aus Leer, die im Büro des „Monumentendienstes” arbeitet, setzt sich für ein „Bauhütten”-Projekt ein, in dem Kinder und Jugendliche unter Anleitung von Fachkräften verschiedene Handwerker-Tätigkeiten erlernen. Man könnte etwa ein altes Haus langfristig mit jungen Leuten sanieren, die nach dem Abitur eine Auszeit machen wollen oder die auf ihren Studienplatz warten. „Es ist auch wichtig, dass Kinder eine Beziehung zur alten Bausubstanz bekommen”, betonte die Dachdeckermeisterin Petra Schnell. Sie schlug vor, für dieses Projekt Handwerksmeister, die im Ruhestand sind, zu gewinnen. Wie Kunstreich-Heinrichsdorff betonte, müsse darauf geachtet werden, dass keine Konkurrenz zu Handwerksbetrieben entsteht.

Wie sehr sich Kinder für altes Handwerk interessieren, hat Rolf Greeven bei seinen Fliesen-Ausstellungen erfahren: „Die Kinder wollen stehen bleiben und etwas im wahrsten Sinne des Wortes begreifen”, erzählt er.

Zu den weiteren Ideen gehört unter anderem eine Fahrradwerkstatt, in der Kinder und Jugendliche lernen, ihre Fahrräder selbst zu reparieren. „Wenn die Projekte stehen, suchen wir nach Fördermöglichkeiten und stellen Anträge”, informierte Kunstreich-Heinrichsdorff.

Wie sie weiter erläuterte, werden die Projekt-Ideen in ein LAK-Forum gestellt, das im Internet über das „Forum Lernen” erreicht werden kann. Es soll darin auch eine „Wikipedia-Schreibwerkstatt” eingerichtet werden, in der die Ideen verfasst und weiterentwickelt werden können. Das Passwort erhalten Interessierte, die noch in die Ideenwerkstatt einsteigen wollen, bei der LAK.

Sowohl im Internetforum als auch im LAK-Büro in Jennelt, soll die Möglichkeit geschaffen werden, sich in einer Cafeteria zwanglos zu treffen und gemeinsam eine Idee weiter zu entwickeln.

ert

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