Landkreis Aurich
Besitzerverhältnisse neu sortieren

Pferdemarkt als Drehscheibe der Innenstadt

Die Einzelhandelsentwicklung könnte die alte Nord-Süd-Achse wieder aufleben lassen.

Von Udo Hippen

Aurich. Zu den glorreichen Zeiten des Carolinenhofes auf der einen und der Kaufhalle auf der anderen Seite der Innenstadt, sorgte die Achse zwischen den Publikumsmagneten für einen stetigen Lauf in der Auricher Innenstadt. Gerade für die Kaufleute der Norderstraße war dies eine verlässliche Kundenquelle. Umso genauer werden die Planungen rund um den Pferdemarkt beäugt, die allerdings zumeist im Hintergrund stattfinden.

Wie berichtet, geht es aktuell darum, die Besitzverhältnisse neu zu sortieren. Als Inhaber des größten Teils des Areals hat der Auricher Schützenverein 1972 einen Erbpachtvertrag mit der Kaufhalle geschlossen, was dem Verein eine monatliche Zahlung zusichert. Dieser Vertrag läuft nach 50 Jahren aus. Jetzt steht es an, mit dem neuen Partner, einem Bauprojektentwickler aus Dörpen, neue Modalitäten zu finden. Erste Gespräche soll es bereits gegeben haben.

Doch was passiert mit dem Areal? Aus den Reihen der Innenstadtkaufleute wird stets der Wunsch nach großflächigem Einzelhandel laut, der als zusätzlicher Frequenzbringer dient. Dies sieht auch das Einzelhandelsgutachten der CIMA Beratung + Mangement GmbH vor, dass die Stadt Aurich vor einigen Jahren in Auftrag gab. Kleinflächiger Einzelhandel wird dort nicht gestattet. Dieser ist ausschließlich für die Fußgängerzone vorgesehen.

In diesem Zusammenhang fällt immer wieder der Name „Kaufland”, der als Vollsortimenter sicherlich das Potenzial hat, auch Kunden von außerhalb nach Aurich zu locken. Ein reiner Lebensmittelmarkt taugt sicherlich nicht dazu, der Magnet für Kunden außerhalb Aurichs zu sein. Da sind andere Sortimente nötig, die es im Idealfall noch nicht in der großen Menge in Aurich gibt. Namen wie die Drogerieketten „dm” oder „Müller” machen hier ebenfalls die Runde.

Es bleibt abzuwarten, wie schnell die Entwicklung rund um den Pferdemarkt vorangetrieben wird. Zum einen hängt es sicherlich am Fortschreiten der Gespräche zwischen Schützenverein und Bauprojektentwickler. Zum anderen bleibt abzuwarten, wie sich die Stadt Aurich zukünftig aufstellt. Mit dem Amtsantritt des neuen Auricher Bürgermeisters Horst Feddermann am 1. November beginnt auch eine neue Ära in der Stadtverwaltung. Wie von Feddermann nach dem Gewinn der Wahl angekündigt, wird es eine Neuordnung im Rathaus geben. Er selber hat seinen Führungsanspruch untermauert und im Wahlkampf stets betont, die Innenstadt und ihre Entwicklung fördern zu wollen. Nicht nur die Kaufleute werden ein Auge darauf haben.

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