Landkreis Aurich
Albert Lienemann als Präsident bestätigt

Parlament des Handwerks neu formiert

Die Vollversammlung ist das höchste Beschlussgremium des selbstverwaltenden Handwerks in Ostfriesland. 24 Frauen und Männer vertreten derzeit rund 5400 Betriebe in Ostfriesland.

Aurich. Fünf Jahre ist Albert Lienemann im Amt als Präsident der Handwerkskammer für Ostfriesland. Auf der Vollversammlung der Handwerkskammer für Ostfriesland im Hotel Am Schloss Aurich wurde er jetzt im Amt bestätigt.

Das Parlament des Handwerks wählte den 54-jährigen Gas- und Wasserinstallateur- sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister aus Holtrop einstimmig zum neuen Kammerpräsidenten. Wie auch in der vergangenen Amtsperiode stehen weiterhin an seiner Seite als Arbeitgeber-Vizepräsidentin Imke Hennig (36), Friseurmeisterin aus Wiesmoor, sowie als Arbeitnehmer-Vizepräsident Jörg Klein (61), Konditormeister aus Südbrookmerland.

Die Vollversammlung ist das höchste Beschlussgremium des selbstverwaltenden Handwerks in Ostfriesland. Sie wird für fünf Jahre gewählt und setzt sich aus 24 Mitgliedern zusammen, zwei Drittel davon sind selbstständige Handwerksunternehmer, ein Drittel sind Arbeitnehmer aus dem Handwerk. Die verschiedenen Gewerbegruppen sind nach einem satzungsgemäß festgelegten Schlüssel aufgestellt. Sie vertreten gegenwärtig rund 5400 Unternehmen mit geschätzten 35 000 Beschäftigten. Arbeitsschwerpunkte sind der Wirtschaftsplan, die Wirtschaftssatzung, die Berufsausbildung, das Gesellen- und Meisterprüfungswesen sowie Gewerbeförderungsmaßnahmen.

Rückblickend verwies Lienemann auf die guten Strukturen der Handwerkskammer und des Berufsbildungszentrums in Aurich. Auch auf politischer Ebene zog er Bilanz. So deklarierte er die von der Niedersächsischen Landesregierung eingeführte Meisterprämie für das erfolgreiche Bestehen der Meisterprüfung sowie die neue Meister-Gründungsprämie als große Anerkennung für das Handwerk. Auch die Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Berufen, die seit dem 14. Februar rechtskräftig ist, wertete er als „richtigen und wichtigen Schritt, um den Meistertitel zu würdigen“.

In der neuen Amtsperiode wolle er sich auch weiterhin mit „aller Kraft für das Handwerk und die Handwerker einsetzen“. Er werde sein Ehrenamt dafür nutzen, dass die Wirtschaftsmacht von nebenan die Anerkennung in der Öffentlichkeit und auf politischer Ebene erhält, die ihr aufgrund seiner Wirtschaftsstärke aber auch als größter Arbeitgeber und Ausbilder in der Region zustehe.

Neben dem Präsidium wurden folgende Mitglieder in den Vorstand für die Arbeitgeberseite gewählt: Elektroinstallateurmeister Joachim Eilts (Norden), Friseurmeister Heiner Heijen (Weener), Schornsteinfegermeister Friedrich Lüpkes (Leer) und Konditormeister sowie Speiseeishersteller Jörg Tapper (Norden). Ämter im Vorstand der Arbeitnehmerseite übernehmen Maurer- und Betonbauermeister Herbert Abben (Norden) und Kraftfahrzeugmechaniker Hinrich Wulf (Großefehn).

Ein Thema, das das höchste Beschlussgremium der Kammer auch in Zukunft begleiten wird, ist die Fachkräftesicherung. Das lang anhaltende Wirtschaftswachstum, vermehrte Altersabgänge und eine höhere Fluktuation stellen kleine und mittelständische Unternehmen vor wachsenden Herausforderungen, sich im Wettbewerb um Fach- und Arbeitskräfte als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Für die Betriebsinhaber bedeutet das, sich bei der Personalbeschaffung und -bindung neue strategische Herangehensweisen aufzubauen, schreibt die Kammer in einer Mitteilung.

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