Landkreis Aurich
Landratswahl 2019

Olaf Meinen wird Aurichs neuer Landrat

Der Fehntjer gewann die Wahl im ersten Durchgang. Amtsinhaber Weber gibt den Landkreis Aurich "in gute Hände".

Landkreis Aurich. Als Kreiswahlleiter Erster Kreisrat Frank Puchert gestern gegen 21.10 Uhr das Ergebnis der Landratswahl im Landkreis Aurich verkündete, brandete im Vorraum im ersten Obergeschoss des Kreishauses großer Beifall auf. Die Wahlbeteiligung im Kreis lag bei 58,41 Prozent.

Der parteilose Kandidat Olaf Meinen löst Harm-Uwe Weber (SPD) als Auricher Landrat ab. Der Diplom-Verwaltungswirt erreichte gestern 53,5 Prozent der Stimmen, Amtsinhaber Weber 32 Prozent. Der dritte Kandidat, Bernd Iken (parteilos), bekam 14,5 der Stimmen. Im Landkreis Aurich waren rund 160 400 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen - 58,4 Prozent von ihnen beteiligten sich. Der Landrat wird alle acht Jahre gewählt.

Meinen, Bürgermeister der Gemeinde Großefehn, war als Einzelbewerber zur Wahl des Auricher Landrats angetreten. Er wird ab dem 1. November das Amt von seinem Mitbewerber Harm-Uwe Weber (SPD) übernehmen. Meinen setzte sich bereits im ersten Wahlgang mit 53,48 Prozent der Stimmen gegen seine beiden Konkurrenten Weber und Einzelbewerber Iken durch.

Das Ergebnis für Meinen hatte sich im Verlauf des Abends immer mehr herauskristallisiert. Nur nach den ersten Auszählungen waren Olaf Meinen und Harm-Uwe Weber etwa gleichauf, Einzelbewerber Bernd Iken schien von Beginn an chancenlos zu sein und kam bei keinem der vielen Zwischenergebnisse nicht über 15 Prozent hinaus.

Um 20.05 Uhr knackte dann Olaf Meinen erstmals die 52-Prozent-Marke, als 152 von den 254 Wahllokalen ausgezählt waren. Danach gingen die Schnellmeldungen für den Großefehner Bürgermeister kontinuierlich durch die Decke. Die Werte für Bernd Iken rutschten währenddessen in die Region um die 13 Prozent ab. Die Differenz zwischen Meinen und Amtsinhaber Weber verschob sich immer weiter zu Gunsten von Meinen. Eine von vielen Bürgern erwartete erforderliche Stichwahl zwischen Meinen und Weber, die in drei Wochen schon terminiert war, rückte im gleichen Atemzug in immer weitere Ferne. Schon weit vor 21 Uhr war schließlich die Auricher Landratswahl praktisch entschieden.

Nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses durch Kreisrat Puchert ergriff als Erster Landrat Harm-Uwe Weber das Wort. „Das ist heute ein bitterer Tag für mich.” Gerade für einen SPD-Kandidaten sei das Ergebnis in diesen Tagen „keine einfache Geschichte”. Er habe sich „im Übrigen nicht erschrocken”, als er vor einiger Zeit von der Kandidatur Olaf Meinens gehört habe. Im Gegenteil sei er der erste gewesen, der über diesen Schritt informiert wurde. „Olaf Meinen hat mich vorher angerufen, mich zwar nicht erreicht”, sagte Weber. „Aber er habe ihn zurück gerufen, um seine Absicht zu kandidieren, direkt von ihm zu erfahren. „Den Landkreis gebe ich in gute Hände”, kommentierte Harm-Uwe Weber den Wahlerfolg Meinens. Er sei vor kurzem 61 Jahre alt geworden, hob Weber hervor, der ohne Groll das Amt weitergibt. „Das ist heute ein guter Tag.”

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