Landkreis Aurich
Erneuerbare Energie

Norden-Frisia versorgt Offshore-Windparks

Die ostfriesische Reederei erhält erneut den Zuschlag für den mehrjährigen Auftrag von der Tochtergesellschaft der EWE AG.

Von Jens Tammen

Norden. Die AG Reederei Norden-Frisia hat den Zuschlag für zwei mehrjährige Transportverträge zu den Offshore-Windparks „alpha ventus“ und „Riffgat“ in der Nordsee gewonnen. Das Unternehmen kann sich damit über einen neuen, lukrativen Auftrag für ihre Offshore-Sparte freuen. Konkret geht um die sogenannten „Crew Transfer Vessel“, welche für den Personentransport von Servicetechnikern zu den Offshore-Windparks auf See eingesetzt werden. Das teilte die Reederei mit.

Mit dem Zuschlag setzt die Reederei die Offshore-Partnerschaft mit der EWE fort. Denn Auftraggeber ist die Offshore-Tochtergesellschaft der EWE AG, der EWE Offshore Service & Solutions (EWE OSS), mit Sitz in Oldenburg. Basishafen der Aufträge für die Versorgung der Offshore-Windparks „alpha ventus“ und „Riffgat“ ist Borkum.

„Wir sind glücklich darüber, dass wir die Aufträge erneut hier in die Region holen konnten. Davon profitieren nicht zuletzt auch lokal ansässige klein- und mittelständische Firmen, angefangen von Verpflegungsdienstleistungen bis hin zur Durchführung von regelmäßigen Wartungsarbeiten am Schiff“, sagt Reedereivorstand Carl-Ulfert Stegmann.

Die Reederei wird hierfür ihre speziell für den Offshore-Einsatz konstruierten Katamarane „Wind Force II“ und „Wind Force III“ einsetzen. Die beiden Schwesterschiffe sind 22 Meter lang und können jeweils bis zu 24 Servicetechniker und bis zu zehn Tonnen Fracht transportieren.

„Wind Force II“ und „Wind Force III“ werden jeweils vom Frühjahr bis zum Herbst von Borkum aus nahezu täglich Deutschlands ersten Offshore-Windpark „alpha ventus“, sowie den Mitte 2013 fertiggestellten Windpark „Riffgat“ bedienen, heißt es von der Reederei. Darüber hinaus wird die Frisia auch ganzjährige Spoteinsätze zu weiteren, von der EWE OSS betreuten Offshore-Projekten in der deutschen Nordsee durchführen.

Mit einer Servicegeschwindigkeit von 21 Knoten benötigen die Spezialschiffe der Reederei vom Basishafen Borkum aus rund zwei Stunden bis zu dem knapp 45 Kilometer vor der Küste gelegenen Windpark „alpha ventus“. Zum 15 Kilometer vor Borkum gelegenen Windpark „Riffgat“ beträgt die Fahrzeit rund 45 Minuten.

Auch von der EWE-Tochtergesellschaft kommen positive Signale zur Auftragsvergabe. „Wir freuen uns, dass wir mit der Vergabe der Aufträge an die Reederei Norden-Frisia weiterhin einen guten und zuverlässigen Partner für die nächsten Jahre an unserer Seite haben“, so Jan-Dirk kleine Holthaus, Geschäftsführer der EWE OSS.

Die Offshore-Sparte der Norden-Frisia kann dabei bereits auf eine mehrjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit mit der EWE zurückblicken. Seit 2009 bedient die Frisia bereits den Windpark „alpha ventus“. Ebenso war die Reederei in der Vergangenheit auch schon während der Bauphase des EWE Windparks „Riffgat“ von Borkum aus aktiv.

„Die Erfahrung aus den letzten Jahren hat gezeigt, dass das zuverlässige Zusammenspiel zwischen erfahrener Schiffscrew und den Offshore-Servicetechnikern im Tagesgeschäft elementar ist und damit die Basis eines Projekterfolgs bildet. Wir freuen uns, weiterhin unseren Teil zum erfolgreichen Betrieb der EWE-Windparks auf See beitragen zu können“, ergänzt Menno Pidun, Bereichsleiter Offshore Services bei der Reederei Norden-Frisia.

Mit „alpha ventus“ wurde im April 2010 der erste deutsche Offshore-Windpark 45 Kilometer vor Borkum in Betrieb genommen. Der Windpark besteht aus zwölf Anlagen. Der durch die EWE gebaute Offshore-Windpark „Riffgat“ mit 30 Anlagen wurde im Sommer 2013 in Betrieb genommen und befindet sich rund 15 Kilometer nordwestlich vor Borkum. Das moderne Windkraftwerk hat eine Gesamtkapazität von 108 Megawatt Leistung und kann rund 120 000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgen. 

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