Landkreis Aurich
Ministerbesuch

NLBV: Moderner Dienstleister in altem Auricher Gemäuer

Finanzminister Reinhold Hilbers ließ sich die elektronische Beihilfebeantragung vorstellen.

Von Theo Gerken

Aurich. Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) besuchte am Donnerstag das Niedersächsische Landesamt für Bezüge und Versorgung (NLBV) in Aurich. Neben Gesprächen mit der Führung des Landesamtes unternahm der Minister auch einen kleinen Rundgang durch das historische Gebäude des ehemaligen Schlosses, das im 19. Jahrhundert zwar an alter Stelle neu aufgebaut wurde, in Teilen aber noch aus dem 15. Jahrhundert stammt. „Es ist schön, in einem alten Schloss zu arbeiten“, meinte der Minister bei seiner Visite in einem Büroraum der Beamtenversorgung. Zum Abschluss des Pressegesprächs ließ sich Minister Hilbers über den Stand des Projektes „NLBV App“ zur elektronischen Beantragung von Beihilfen informieren.

„Beihilfestandort”

Aurich ist der „Beihilfestandort“ des Landes Niedersachsen, stellte Minister Hilbers fest. Rund 275 Mitarbeiter bearbeiten am Standort Aurich die Beihilfeanträge für rund 138 000 verbeamtete Beihilfe- und Heilfürsorgeempfänger und für 104 000 Versorgungsempfänger in ganz Niedersachsen. Insgesamt sind beim NLBV in Aurich 460 Mitarbeiter beschäftigt. Neben den Beihilfeanträgen gehören auch Teile der Bezügezahlung und die zentrale Vollstreckungsbehörde zu den Aufgaben des Auricher Standortes. Neben dem größten Standort Aurich hat das NLBV noch drei weitere Standorte in Braunschweig, Hannover und Lüneburg. „Das NLBV in Aurich ist ein wichtiges Amt und ein großer regionaler Arbeitgeber“, stellte Minister Hilbers fest.

Der Nachwuchs wird auch am Standort Aurich ausgebildet. Jedes Jahr werden zehn Auszubildende eingestellt. Zurzeit befinden sich in Aurich 22 Nachwuchskräfte in einem Ausbildungsverhältnis. „Wir werben unseren Nachwuchs mit modernen Methoden, wir bieten eine vielfältige Tätigkeit in den verschiedensten Bereichen mit guten Aufstiegsmöglichkeiten bei einem verlässlichen Arbeitgeber“, zählte Minister Hilbers auf. Zudem verwies er auf die Möglichkeit eines Studiums der öffentlichen Verwaltung in Osnabrück. „Die bei uns in Aurich ausgebildeten Nachwuchskräfte sind stets führend bei den Abschlussprüfungen“, wusste Brigitte Kandler, Leiterin des Auricher Standortes des NLBV.

Auch zum aktuellen politischen Thema der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen nahm Hilbers ebenso wie der Auricher Landtagsabgeordnete Wiard Siebels (SPD) Stellung.„Das Beste wären schnelle Neuwahlen in Thüringen, die CDU muss sich deutlich abgrenzen“, beantwortete Minister Reinhold Hilbers die Frage nach einer Beurteilung der Wahl des thüringischen Ministerpräsidenten am Vortag. Und er fügte noch hinzu: „Da gibt es im Moment keine stabile Mehrheit. Eine Zusammenarbeit der CDU mit der AfD kann ich mir nicht vorstellen.“ Auf die große Koalition in Berlin ging der Minister nicht ein, für Niedersachsen stellte er fest: „Wir arbeiten mit der SPD konstruktiv zusammen.“ MdL Wiard Siebels bedankte sich für die klaren Worte des Ministers und setzte hinzu: „Das würde ich mir von der FDP auch wünschen. Die kleinste Fraktion stellt den Ministerpräsidenten! Der Wählerwille wurde auf den Kopf gestellt. Das war keine spontane Situation, ein schwerer Fehler der FDP, der schnell revidiert werden muss.“

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