Landkreis Aurich
Organisation gegründet

Neuer Verband vertritt Interessen der Musikschulen

Sieben Einrichtungen gründeten gemeinsam den freien Verband ostfriesischer Musikschulen. Ein erstes Schreiben wurde mit einer Gitarre an Landrat Olaf Meinen überreicht.

Landkreis Aurich. Auch Musikschulen mussten im Zuge der Corona-Krise geschlossen werden. Um sich beim Landkreis Gehör zu verschaffen, entstand aus dieser Not heraus eine neue Organisation: der freie Verband ostfriesischer Musikschulen.

"Ein Leben ohne Musik ist nicht vorstellbar. Und doch ist es in den vergangenen Wochen ruhig geworden in den Musikschulen des Landkreises Aurich", teilte der Verband mit. Zu ruhig, wie die Betreiber jetzt deutlich machen. Sieben von ihnen haben sich zusammengeschlossen. Mit dabei sind Achims Gitarrenschule (Aurich) sowie die Gitarrenschule Janssen Guitars (Ihlow), die Musikschulen Ahrends (Großefehn), Vielsaiter (Norden), Projekt-Ohr (Aurich) und Rockin ́Amadeus (Wiesmoor), sowie das Musikhaus Wurps (Rechtsupweg).

Stellvertretend für die Gründungsmitglieder übergab Hans-Gert Ahrends am Dienstag eine Gitarre an den Landrat Olaf Meinen (parteilos). Zwischen die Saiten war ein Schreiben geklemmt. Darin haben die Musikschulbetreiber ihre Ideen zusammengestellt, wie sich eine Öffnung der Schulen unter Beachtung besonderer Hygienemaßnahmen realisieren lasse. Eine Kopie des Schreibens sei auch an das Gesundheitsministerium in Niedersachsen und damit an Sozialministerin Carola Reimann übermittelt worden. Landrat Meinen zeigte Verständnis für die schwierige Situation der privaten Musikschulen. „Ich finde es gut, dass sich die Betreiber zusammenschließen, um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten“, machte Meinen deutlich.

Insgesamt repräsentieren die sieben Betreiber die Wünsche und Hoffnungen von über 2000 Schülern, Eltern und Erziehungsberechtigten im Landkreis Aurich, so der Verband. Sie leisten neben einem Bildungsauftrag auch einen großen kulturellen und allgemeinnützigen Beitrag. "Es sind insbesondere die privaten Musikschulen, die kulturelle Vielfalt garantieren", heißt es in der Pressemitteilung.

Eine Fortsetzung des Unterrichts über Internetplattformen würde nur einen kleinen Teil des regulären Unterrichts auffangen, erläutern die Musikschulen. "Setzt sich die aktuelle Situation fort, wird es die Musikschulen in ihrer bisherigen Form in naher Zukunft nicht mehr geben", ist sich der Verband sicher. Noch rund vier bis sechs Wochen könnten die Einnahmeausfälle aufgefangen werden. Die zur Verfügung gestellten Soforthilfen, die Aussetzung der Mietzahlungen bis 30. Juni dieses Jahres und ähnliche Hilfen alleine würden ihre Existenz nicht retten. Deshalb sei eine zeitnahe Öffnung unter bestimmten Voraussetzungen zwingend erforderlich. "Denn gemeinsames Musizieren bedeutet gerade in schweren Zeiten wie diesen und unabhängig vom Alter, Ablenkung zu finden, eine wohltuende Erholung für die Psyche und Balsam für die Seele", meint der Verband.

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