Landkreis Aurich
Natur

Nachwuchs am Spetzerfehnkanal

Im Frühling brüten zahlreiche Wasservögel und ziehen ihre Jungtiere groß.

Von Hinrich Trauernicht

Spetzerfehn. Im zwölf Kilometer langen Spetzerfehnkanal regt sich im Frühling wieder Leben, was die Welt der Wasservögel angeht. Enten und Gänse brüten und ziehen ihren Nachwuchs auf.

Ganzjährig zu Hause sind in Spetzerfehn zahlreiche Stockenten. Diese brüten in der Regel nicht an den Böschungen, sondern in den Gräben oder auf Feldern nahe der Kanäle. Auch in Hausgärten suchen sich die Stockenten gerne ein vermeintlich sicheres Verstreck, um die Eier auszubrüten.

Wie alle Wasservögel haben auch die Stockenten viele Fressfeinde. Dazu gehören Marder, Fuchs und Ratten sowie die Möwen und Rabenvögel, die es auf die Eier oder auch die Jungtiere abgesehen haben. Eine Anwohnerin hat jetzt in der Süderwieke eine Entenmutter mit neun Jungen gesehen – im Gegensatz zu den Gänsen ziehen die Entenmuttern ihre Junge alleine groß. Neun Junge sind ein ziemlich großes Gelege; es können sogar bis zu zwölf Eier sein, die eine Stockentenmutter legt.

Im Flutpolder an der Süderwieke in Spetzerfehn, wo im letzten Jahr ein Kanadagänsepaar brütete, hat sich in diesem Jahr ein Graugänsepaar niedergelassen. Fünf Junge hat das Paar ausgebrütet, von der Süderwieke machte sich das Paar auf über die Hauptwieke in Richtung Unterende. Immer eng behütet von den Eltern, schwimmen die Netzschlüpfer am liebsten in der Mitte des Kanals.

Immer dabei sind auch die scheuen, schwarzen Teichhühner, auch Teichrallen genannt. Sie sind nicht mehr so scheu wie noch vor Jahren, wenn sie einen Menschen erblickten und gleich das Weite suchten. Sie haben sich offensichtlich an die Anrainer der Kanäle gewöhnt und sehen keine Gefahr mehr in ihnen.

Auch die Austernfischerpaar, eigentlich Seevögel, sind im Spetzerfehnkanal regelmäßig zu sehen. Auch jetzt tummelte sich wieder ein Pärchen in Höhe des Flutpolders. „Die Austernfischer sind auch in Wiesmoor heimisch“, berichtete der Ornithologe Dieter Wensel aus Wiesmoor. Er hat beobachtet, dass diese Vögel gerne Flachdächer von Hochhäusern als Nistplatz auswählen. Weil diese oft mit Kieselsteinen bedeckt sind, fühlen sich die Vögel hier besonders wohl.

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