Landkreis Aurich
Ausflugstipps

Museumsdörfer zum Anfassen und Entdecken

Das Dörpmuseum in Münkeboe, das Moormuseum in Moordorf und das Torf- und Siedlungsmuseum in Wiesmoor machen Heimatgeschichte auf besondere Art erlebbar.

Von Heike Arends

Aurich. Ostfriesland ist eine beliebte Urlaubsregion. Hier gibt es viele interessante Ecken, die zu (wieder-)entdecken sich auch für Einheimische lohnt. Stehen bei Städtereisen zum Beispiel Museumsbesuche ganz oben an, wird leicht übersehen, dass sich vor der eigenen Haustür große und kleine Museen befinden, die mehr als einen Besuch lohnen. So auch die drei großen Freilichtmuseen in Moordorf, Münkeboe und Wiesmoor: Jedes gibt auf seine Art Einblicke in die Heimatgeschichte Ostfrieslands und einen Eindruck in damalige Lebens- und Arbeitswelten.

Das Dörpmuseum Münkeboe bezeichnet sich selbst als „Museum zum Anfassen” und zeigt historisches Handwerk und Tradition. Unter anderem gibt es neben einer vollständig restaurierten Windmühle einen Tante-Emma-Laden, Dorfplatz, einen Dorfkrug und eine Destillerie sowie die verschiedensten Werkstätten zu besichtigen, in denen Handwerker in früheren Zeiten ihre Arbeit praktizierten. Wie das vonstatten ging, können die Besucher anschaulich an den Arbeitstagen erleben. Auch das Thema Torf spielt hier, ebenso wie in den beiden anderen Museen, eine wichtige Rolle.

Einen Einblick in die Moorkolonisation ab 1780 bis zur Urbarmachung des Wiesmoors ab 1906 bietet nämlich das Torf- und Siedlungsmuseum in Wiesmoor. Hier gibt es in Kolonistenhäusern, Werkstätten oder einer Schule und anderen Räumen Einblicke in das Leben und Arbeiten der Bewohner eines kleinen Moorranddorfes, informiert der Förderverein. Großgeräte zum Torfabbau werden ebenso gezeigt wie eine Gattersäge oder zwei Fehnschiffe. Erreichbar ist das Museum auch über eine Lorenbahn, die durch den Landschaftspark bis ins Dorf fährt.

Das Moormuseum Moordorf, das ebenfalls von einem Verein unterhalten wird, wiederum führt eindringlich vor Augen, was es für die ersten Siedler bedeutete, im Moor zu leben. Nicht von ungefähr nennt es sich auch „Museum der Armut“. In der urigen Moorlandschaft wird die schwierige 200-jährige Entwicklungsgeschichte einer ostfriesischen Moorkolonie anhand verschiedener Behausungen, Hütten und Häusern dargestellt. Erlebbar gemacht wird dies bei Führungen und Aktionstagen. Die Besucher erfahren zudem, was es mit der Sonnenscheibe von Moordorf auf sich hat.

Die Museen sind ideale Ziele für eine Radtour. Oft gibt es zudem besondere Veranstaltungen, die das Angebot über einen reinen Schauwert hinaus ergänzen und bei denen Mitmachen angesagt ist. Darüber hinaus laden sie nicht zur zum Entdecken ein, sondern sozusagen an den gedeckten Tisch, denn auch gastronomisch wird etwas geboten.

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