Landkreis Aurich
Feierstunde bei Neueröffnung

Museum erinnert an Schlickprojekt ohne Beispiel

Die Ausstellungsräume in Riepe wurden offiziell eröffnet. 40 Jahre lang wurde mit Abraum aus dem Emder Hafen der karge Boden verbessert.

Von Hans-Ulrich Meyer

Riepe. Das Schlickmuseum Riepe ist offiziell eröffnet worden. Es erinnert als einziges Museum an die Überschlickung von kargen landwirtschaftlichen Flächen mit Schlick aus dem Emder Hafen zwischen Emden und Riepe in den Jahren von 1954 bis 1994. Das Museum wurde mit einer Feierstunde an seinem neuen Standort in der Friesenstraße in Riepe eingeweiht.

Wie berichtet, hatte dem Museum Ende 2018 das Aus gedroht. Vereinsvorsitzender Jann Janssen blickte in seiner Laudatio zurück auf die Suche nach einem neuen Platz für das Museum, nachdem dem Wasser- und Bodenverband Emden-Riepe die Räumlichkeiten im Obergeschoss der ehemaligen Kreissparkasse gekündigt wurden. Es folgte die Gründung eines Trägervereins. In den Räumen eines leerstehenden Schlecker-Marktes wurde das Museum in barrierefreien Räumen neu angesiedelt. Seit dem 21. März ist die Initiative auch als eingetragener Verein anerkannt.

Ihlows Bürgermeister Johann Börgmann (SPD) überreichte dem jungen Verein eine kleine Spende als Aufmerksamkeit für die Anstrengungen der vergangenen Monate. „Das Geld kommt nicht aufs Konto. Das haben sich die vielen fleißigen Helfer für eine Feier redlich verdient“, sagte Börgmann. Riepes Ortsbürgermeister Erich Harms (SPD) sieht das Schlickmuseum optisch mit seinen Ausstellungsfenstern wunderbar in das Straßenbild integriert. Es sei eine einmalige Gelegenheit, der Nachwelt das in Europa einmalige Projekt der Überschlickung des Niederungsgebietes zwischen Emden und Riepe zu dokumentieren. „Von der die Stadt Emden und die Landwirtschaft profitiert hat“, betonte Harms.

Viel Applaus gab es bei der Begrüßung des Zeitzeugen und ehemaligen Verbandsvorstehers Ahlrich Groeneveld (81) aus Uphusen. Er machte in seiner Rede deutlich, dass das Überschlickungsprojekt eine Gemeinschaftsaufgabe gewesen war, an der viele Dienststellen in vorbildlicherweise mitgearbeitet hatten.

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