Landkreis Aurich
Coronavirus-Maßnahmen

Mehrere Menschen aus dem Landkreis Aurich in Quarantäne

Der Führungsstab informierte am Dienstagnachmittag über die aktuellen Corona-Entwicklungen.

Von Günther Gerhard Meyer

Aurich. Mehrere Menschen im Landkreis Aurich befinden sich derzeit in Quarantäne. Das teilte die Behörde auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Dienstagnachmittag mit. Insgesamt befinden sich im Landkreis derzeit zwölf Menschen in häuslicher Quarantäne, darunter mehrere Corona-Verdachtsfälle. Drei der Betroffenen wohnen in Ihlow (eine Person davon mit Symptomen), in Norden sind es vier (drei davon mit Symptomen), in Aurich fünf Fälle.

"Wir analysieren stetig die Lage im Landkreis und appellieren an die Bevölkerung, die Hygienemaßnahmen zu beachten", sagte Landrat Olaf Meinen. Die Versorgung der in Quarantäne befindlichen Menschen sei beispielsweise durch Verwandte sichergestellt, heißt es. Pauschal abgesagt werden sollen derzeit keine Veranstaltungen im Landkreis, heißt es von Seiten der Behörde. 

Direkte Kontaktpersonen von nachgewiesenen Infizierten werden für mindestens 10 Tage in Quarantäne und unter Beobachtung gestellt. In dieser Zeit soll abgewartet werden, ob sich Symptome entwickeln.

Wie berichtet, ist derzeit eine 61-jährige Frau aus der Stadt Aurich mit dem Corona-Virus infiziert. Sie und ihr Partner befinden sich in Quarantäne. Die Frau ist eine Mitarbeiterin der Kreisverwaltung, kam aber ebenso wenig wie ihr Mann nach der Ansteckung mit anderen Menschen aus dem Landkreis Aurich in Berührung. Das Gesundheitsamt Oldenburg hatte den Reisebus bereits in Oldenburg in Empfang genommen, weil es Verdachtsfälle geben sollte.

Über die anderen Reisenden aus dem Bus gab die Kreisbehörde am Dienstag keine Auskunft, weil diese außerhalb des Landkreises wohnen. Die 61-Jährige befindet sich in einem verhältnismäßig guten Gesundgheitszustand, so Sebastian Brückel vom Gesundheitsamt des Landkreises. Er sprach von einem grippalen Infekt, Husten und Schnupfen. Sie befinde sich aber auf dem Weg der Besserung.

Brückel lobte besonders die Mitarbeit der Betroffenen, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet. Ein Stab im Kreishaus steht täglich miteinander in Verbindung und hält Kontakt zu den Menschen in Quarantäne.

Wie können sich Außenstehende schützen, wenn sie die Wohnung der sich in Quarantäne befindlichen Menschen aufsuchen? Hier hatte Landrat Olaf Meinen (parteilos) eine ganz einfaches Rezept: Die Betroffenen machen dann einfach die Tür nicht auf. Eine Gefährdung für Lieferanten sei so nicht gegeben.

Besteht die Gefahr einer weiteren Ausbreitung im Landkreis Aurich? Hier sagte Brückel: "Glücklicherweise waren die Verdachtsfälle bislang im häuslichen Bereich angesiedelt. Auch gewinnen wir an Erfahrung dazu." Im Kreishaus werden zudem Überstunden gemacht, um Nachfragen aus der Bevökerung zu beantworten.

1. Kreisrat Frank Pochert appellierte an die Verantwortung jedes Einzelnen im Landkreis Auirch, damit das Virus sich nicht weiter ausbreiten kann. Er warnte davor, in Hysterie zu verfallen. Weiter ging er auf die unterschiedlichen Vorangehensweisen in den einzelnen Bundesländern ein, zum Beispiel die Absage von Fußballspielen. Einige Entscheidungen sah er als diffus an, wie auch das Verhalten einiger Menschen. Diese würden sich teilweise mit Vorräten eindecken, aber dennoch in Risikogebiete reisen.

Fragen der Bevölkerung beantworten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes am Bürgertelefon unter 049 41 161 616.

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