Landkreis Aurich
Entwürfe vorgestellt

Mega-Baugebiet wirft Schatten voraus

Zwischen den Auricher Ortsteilen Haxtum und Extum entstehen auf 22 Hektar mehrere Hundert Grundstücke. Eine Erschließung könnte in zwei Jahren möglich sein.

Von Peter Saathoff

Aurich. Aurichs aktuell größtes Baugebiet „Im Timp” nimmt weiter Formen an. Zwischen Haxtum und Extum soll in wenigen Jahren eine 22 Hektar große Fläche für Bauinteressierte erschlossen werden. Baurätin Irina Krantz und die Investoren haben ihren aktuellen Stand am Dienstag in einem Pressegespräch präsentiert. Noch sind die Entwürfe zwar nicht final, aber die Konturen sind bereits deutlich erkennbar. Geplant ist ein großes Potpourri aus Einfamilienhäuser, Doppelhäusern, Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern in einem „Miteinander mit der Natur”, wie die Baurätin mitteilte. 25 Prozent der Immobilien sollen unter „bezahlbar” laufen. Noch bleibt aber unklar, was die Investoren unter bezahlbar genau verstehen.

„Das könnte ein Reihenmittelhaus mit ein bisschen Garten sein”, gab die Baurätin einen Ausblick, „oder eine Eigentumswohnung.” Die Investoren selber wollten sich dazu nicht konkret äußern. Konkreter wurden sie bei den Grundstücksgrößen, die sie für die rund 159 Einfamilien- und Doppelhäusern, den 51 Reihenhäusern und den 54 Mehrparteienhäusern planen. Investor Udo Fuhrmann, der den weitaus größeren Bereich östlich der Straße „Im Timp” mit einer Gesellschaft erschließen will, kalkuliert mit Größen zwischen 600 und 700 Quadratmetern. „Früher waren in Aurich 1000 Quadratmeter übrig”, sagte Fuhrmann, der zuletzt in Emden bei der Erschließung des Kasernengeländes öffentlich in Erscheinung trat. „Aber die Zeiten sind vorbei.”

Für Interessierte an deutlich kleineren Parzellen könnte der Bereich östlich der Straße „Im Timp” relevant werden. Dort planen Georg Janssen und Hermann Knoop Parzellen mit Größen von etwa 200 Quadratmetern. „Da gibt es einen großen Markt von Senioren, die genau solche Grundstücke möchten”, erzählte Knoop, „weil sie die Bewirtschaftung größerer Grundstücke gar nicht mehr leisten können.” Beide waren in der Vergangenheit bereits an mehreren Baugebieten in der Stadt beteiligt und machten diese Erfahrung.

Einig waren sich die Investoren in der Bewertung des Baugebiets. „Es ist ein außergewöhnliches Projekt und ein sehr schönes Baugebiet”, sagte Fuhrmann. Für eine hohe Lebensqualität solle der 30 Meter breite Grüngürtel sorgen, der quer durchs Gebiet führt und das gesamte Baugebiet in vier Abschnitte einteilt. Jeder davon soll eine eigene Zuwegung erhalten, um so einen reibungslosen Verkehrsfluss zu ermöglichen, teilte die Baurätin mit.

Unklar sei zurzeit noch, wie das politische Dauerziel „familiengerechte Kommune” umgesetzt werde, sagte Krantz. „Das wird noch detailliert ausgearbeitet.” Klar sei, dass sich in einem solchen Bereich ein großer Querschnitt der Altersstufen ansiedelten. „Und die Spielplätze sollen auch rechtzeitig entstehen und nicht erst Jahre, nachdem das letzte Haus hochgezogen ist”, sagte Krantz.

Noch ist es bis dahin ohnehin noch ein weiter Weg. Der Bebauungsplan soll Ende dieses Jahres vom Rat beschlossen und anschließend in die öffentliche Auslegung gehen. Im Anschluss sollen noch etwa anderthalb Jahre vergehen bis die Erschließung beginnt und die ersten Häuser entstehen können. Dafür soll es etwa sieben Jahre den Bedarf der Häuslebauer stillen. Bis dahin sei dann auch das Kasernengelände so weit, dass dort das nächste Mega-Baugebiet entstehen könne, sagte Krantz. Das wäre dann mit 35 Hektar Baufläche noch einmal substanziell größer als das aktuelle Baugebiet „Im Timp”.

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