Landkreis Aurich
Umgestaltung von Bagbander Gastronomie

Marema investiert kräftig in Mühlenhof

Die Auricher Veranstaltungsagentur will nach eigenen Schätzungen rund 1,5 Millionen in das Objekt investieren. Eine Wiedereröffnung ist für September geplant.

Von Werner Jürgens

Bagband. „Teestube“ und „Restaurant“ stehen auf dem Hinweisschild zu lesen, an dem tagtäglich Tausende von Autos vorbeifahren. Momentan ist der Bagbander Mühlenhof allerdings geschlossen und bekommt eine Runderneuerung. Dafür wird die Veranstaltungsagentur Marema, die in Aurich unter anderem die „Stadtperle“ und die „Hafenkiste“ betreibt, nach eigenen Schätzungen rund 1,5 Millionen Euro investieren. Wenn alles nach Plan läuft, soll der neue Mühlenhof im September wieder eröffnet werden, und das mit einigen Veränderungen.

Der Bagbander Mühlenhof hat nicht von ungefähr bereits seit geraumer Zeit das Interesse von Marema-Chef Ewald Maas geweckt. „Ich bin auf dem Fehn aufgewachsen und esse leidenschaftlich gerne Kuchen“, erzählt Maas. „Dafür ist das schon immer eine der besten Adressen in der Gegend gewesen.“ An und für sich hätte er längst mit dem Umbau loslegen wollen. Aber wegen der nicht ganz so überschaubaren Besitzverhältnisse der einzelnen Gebäudekomplexe verzögerten sich die Verkaufsverhandlungen. Mit der angrenzenden Mühle hat Marema nichts am Hut. Für die ist weiterhin der Mühlenverein zuständig. Ferner gibt es noch einen Wohnbereich, der laut Ewald Maas der Gemeinde Großefehn gehört und den die Nachkommen der einstigen Mühlenbetreiberfamilie nutzen dürfen. Die Räumlichkeiten für den Gastronomiebetrieb befinden sich in der ehemaligen Scheune. Dort sind jetzt die Handwerker zugange. „Die entfernen gerade mit einem Sandstrahler die Farbe von den Holzbalken“, erklärt Maas. „Das wirkte doch alles sehr dunkel und erdrückend.“ Stattdessen soll nun das Naturholz – vorwiegend Eiche - wieder zum Vorschein kommen, um das Interieur zu erhellen.

Die unterschiedlichen Ebenen bleiben erhalten, wobei sich die Zahl der Sitzplätze deutlich erhöhen wird. Ewald Maas kalkuliert allein drinnen mit rund 180 Plätzen. Hinzu gesellen sich 140 Plätze im Außenbereich, die durch eine Erweiterung der Terrasse geschaffen werden. Ebenfalls erweitert und dann mit dem Scheunentrakt verbunden sein wird das bisher separat liegende Sanitärgebäude. „Das war für die Gäste ziemlich lästig, wenn sie immer extra raus gehen mussten“, weiß Maas. „Abgesehen davon sind die Toiletten nicht behindertengerecht gewesen. Auch das möchten wir ändern.“ Mit in diesem erweiterten Gebäudekomplex untergebracht sein werden später zudem noch Büroräume und die Küche. Letztere befand sich bisher direkt hinter dem alten Tresen und war nach Meinung von Ewald Maas ohnehin viel zu klein, um den Betreibern ausreichend Spielraum für eine vernünftige Gastronomie zu gewähren.

Bedingt durch die baulichen Maßnahmen wird der Eingangsbereich erneuert und sich ein Stückchen nach rechts verschieben. Ähnliches gilt für die Zufahrt. Auch die wird komplett neu gemacht und breiter ausfallen als der momentan noch bestehende schmale Weg, der für die Terrasse weichen muss. „Da passen ja keine zwei Autos nebeneinander“, moniert Maas, der darüber hinaus auch mehr Parkplätze schaffen will. Um dies realisieren zu können, hat seine Firma eigens die dafür zusätzlich erforderlichen Flächen von benachbarten Grundstücken erworben. Die Außenfassade der Scheune von der Bundesstraße her betrachtet wird ansonsten weitgehend so bleiben, wie sie ist, zumal der Denkmalschutz hier gravierendere Eingriffe verbietet. Die heimelige Wohnstuben-Atmosphäre, die den Bagbander Mühlenhof früher innen einmal ausgezeichnet hat, wird hingegen, wenn überhaupt, wohl bloß noch in Ansätzen fortleben. „Spitzendeckchen und Sofas wird es bei uns definitiv nicht geben“, stellt Ewald Maas unmissverständlich klar. „Das ist einfach nicht zeitgemäß und nicht das, was die überwiegende Mehrzahl der Gäste heutzutage verlangt.“

Dies gelte ebenfalls für die Restaurant-Speisekarte, bei der sich der Marema-Chef an den Erfahrungswerten aus der „Stadtperle“ und der „Hafenkiste“ orientieren will. Das hieße, ostfriesische Küche mit Mehlpütt oder Snirtjebraten wären genauso möglich wie das klassische Schnitzel, der saisonale Spargel oder internationale Pasta-Gerichte. Einer Tradition fühlt Ewald Maas in jedem Falle verpflichtet. Das mit dem Tee beziehungsweise Kaffee und der Auswahl an leckeren Kuchensorten möchte der erklärte Kuchen-Fan unbedingt fortsetzen.

Kommentare
FOLGEN SIE UNS
Anzeige

KONTAKT ZU UNS

Sie ziehen um oder es gibt Probleme bei der Zustellung? Dann finden Sie Hilfe in unserem Servicebereich

Zum Servicebereich

Sie möchten direkten Kontakt zu einer Abteilung aufnehmen oder haben Anregungen? Dann finden Sie im Kontaktbereich die passende Adresse

Zum Kontaktbereich

AM SEEHAFEN