Landkreis Aurich

Mann bei Klinik-Brand schwer verletzt

In der Ubbo-Emmius-Klinik ist am Montagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Ein Schwerverletzter musste mit einem Rettungshubschrauber nach Groningen geflogen werden.

Von Axel Pries

Norden. Bei einem Brand in der psychiatrischen Abteilung der Ubbo-Emmius-Klinik in Norden ist am Montagmorgen ein Mann schwer verletzt worden und musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik in Groningen geflogen werden. Ein 90-Jähriger Patient wurde wegen einer leichten Rauchgasvergiftung und eines Schocks vorsorglich im Klinikum stationär aufgenommen. Bei dem Feuer hat es zudem mehrere Leichtverletzte unter den Patienten und Mitarbeitern gegeben, die ambulant untersucht und behandelt werden mussten.

Dass es nicht noch mehr Opfer und größeren Schaden gegeben hat, so verdeutlichten Beteiligte am Mittag in einer Pressekonferenz, habe daran gelegen, dass Feuerwehr und Rettungskräfte schnell und gut gehandelt hätten.

Mit rund 80 Einsatzkräften rückte die Feuerwehr an und hatte ein schwieriges Einsatzfeld vor sich. Denn nicht alle der 25 Patienten und acht Mitarbeiter, die sich in dem Trakt des Klinikums befanden, hatten sich bereits über die Flure retten können: „Die Flure waren stark verraucht.“ Das Ausmaß des Brandes sei von außen auch nicht sofort einzuschätzen gewesen, erklärte Thomas Weege, der stellvertretende Norder Stadtbrandmeister.

Und die Menschen in der geschlossenen Abteilung konnten die Fenster nicht selbst von innen öffnen, weshalb Feuerwehrleute sie von außen einschlugen. „Es war Glück im Unglück“, sagt der Stadtbrandmeister, der den Einsatz auch leitete, dass diese Abteilung sich in einem von außen leicht zugänglichen, eingeschossigen Gebäudeteil befindet. „Im Hauptgebäude wäre das schwieriger gewesen.“ Drei Patienten konnten die Einsatzkräfte über die Fenster ins Freie retten. Einen 58-jährigen Mann fanden sie allerdings bei den Löscharbeiten „schwerst verletzt“ vor. Er hatte schwere Verbrennungen erlitten und musste mit dem Rettungshubschrauber in die Spezialklinik geflogen werden.

Das Feuer war in einem bewohnten Zimmer ausgebrochen, erläuterte die medizinische Geschäftsführerin Dr. Astrid Gesang. Die Brandmeldeanlage habe angeschlagen, und zugleich habe ein Mitarbeiter den Rauch im Flur entdeckt. Die Ursache sei allerdings noch völlig unklar – ebenso wie die Höhe des Schadens am Gebäude. Die Bewohner der geschlossenen Abteilung wurden inzwischen auf andere Abteilungen des Klinikums in Norden sowie der Emder Klinik verteilt.

Kein Sorgen bereite die Tatsache, so erläuterte der Oberarzt Dr. Arne Esse, dass zwei Patienten das Durcheinander offenbar nutzten, um das Krankenhaus zu verlassen. Sie seien nicht gefährlich für andere Menschen, betonte er. „Die beiden kommen sicherlich von selbst zurück.“

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