Landkreis Aurich
Küstenschutz

Langeoog fordert Unterstützung bei Sturmfluten

Kilometerlange weiße Sandstrände locken zahlreiche Touristen auf die ostfriesischen Inseln. Doch ist davon vielerorts nach den Sturmfluten nicht mehr viel übrig.

Langeoog. Nach mehreren Sturmfluten und teils großen Schäden an ostfriesischen Inseln will Langeoogs Bürgermeisterin Heike Horn (parteilos) mit Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) über Schutzkonzepte sprechen. „Prävention wäre besser, als nur die Krankheit zu behandeln“, sagte sie vor dem am Mittwoch geplanten Treffen der Inselbürgermeister mit Lies. Nach den Sturmtiefs „Sabine“ und „Victoria“ seien auf der Insel nicht nur auf etlichen Hundert Metern Strand weggerissen worden, „wir haben auch hohe Abbruchkanten an den Dünen“. Diese schützen unter anderem den Süßwasservorrat der Insel.

Eine präventive Maßnahme sei sogenanntes Sedimentmanagement in der Nordsee - „also Methoden, um den Sand umzulenken, wenn man die Strömungsverhältnisse kennt“, erklärte Horn. „Ich möchte anfragen, ob das nun in den Vordergrund gerückt ist und für welche Inseln das erstmal geplant wäre.“ Auf Langeoog wird der verlorene Sand nach Sturmflutsaisons mitunter aufwendig aufgespült und verteilt. Steht dabei der Küstenschutz im Vordergrund, trägt das Land Niedersachsen die Kosten. Für die Bürgermeisterin schließt sich aber auch eine zweite Frage an: „Ist genug Sand da für unsere Strandkörbe?“ Um diese wichtige Einnahmequelle im Tourismus zu sichern, muss sich die Insel selbst kümmern - wie zuletzt vor zwei Jahren.

Eine genaue Schadensbilanz des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) steht noch aus. Laut Horns Schätzungen wurde stellenweise so viel Sand abgetragen, wie seit etwa 15 Jahren nicht mehr. Auch Wangerooges Kurverwaltung klagte über ungewöhnlich hohe Schäden. Horn begrüßt daher die Einladung des Ministers: „Als erstes erwischt es uns Inseln. Wir sind das Schutzschild der Küste.“

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