Landkreis Aurich
Bindeglied zwischen Landkreis Imkern

Landkreis kommt auf die Biene

Landkreis Aurich ernennt sechs Bienenwanderwarte

Landkreis Aurich. Bienen spielen eine entscheidende Rolle im Ökosystem. Zum einen dienen sie als Bestäuber für ein Drittel aller landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, zum anderen tragen Bienen zur Artenvielfalt tausender Pflanzen bei, die wiederum Nahrungsgrundlage der meisten Tierarten sind. Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis Aurich durch den Kreisausschuss jetzt sechs Bienenwanderwarte benannt.

Diese leisten in ihren Vereinen einen erheblichen Anteil zur Erhaltung der Bienenpopulation. Sie beraten zudem den Landkreis Aurich bei der Entscheidung über die Genehmigung von Bienenwanderungen und erfüllen auch eine koordinierende und nicht unerhebliche Funktion bei der Umsetzung von Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen, die vom Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landkreises angeordnet werden.

539 Bienenhaltungen

Im Landkreis Aurich und in der kreisfreien Stadt Emden sind zwei Kreisimkerverbände ansässig, die in sechs Imkervereine (Aurich, Emden-Krummhörn, Dornum, Norden, Marienhafe und Wiesmoor) aufgeteilt sind. Zurzeit sind beim örtlichen Veterinäramt insgesamt 539 Bienenhaltungen gemeldet.

Das Veterinäramt Aurich-Emden weist darauf hin, dass eine gesetzliche Meldepflicht der Bienenhalter gegenüber der zuständigen Veterinärbehörde besteht. Die Anmeldung ist besonders wichtig, da im Seuchenfall schnell sämtliche Standorte ermittelt werden müssen, um Seuchen wie die Amerikanische Faulbrut effektiv einzudämmen und zu bekämpfen. Die Nichteinhaltung der Meldepflicht stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Hierbei ist zu beachten, dass Bienen nicht gegenüber der Tierseuchenkasse meldepflichtig sind und somit keine Beitragszahlungen hierfür fällig werden.

In der Imkerei wird das Verstellen von Bienenvölkern an einen anderen Standort als Wandern bezeichnet. Dabei werden Bienenvölker mitsamt der Beuten (Bienenstock) verschlossen und mit Fahrzeugen an einen anderen Standort transportiert. Dies wird unter anderem praktiziert, um verschiedene Trachten zu nutzen. Der neue Standort muss mindestens zwei Kilometer vom alten entfernt sein, damit ein Rückflug der Flugbienen zu ihrem bekannten Standort nicht erfolgen kann. Für die Orientierung am neuen Standort benötigen die Bienenvölker etwa einen halben Tag. Bienenwanderungen sind zur Steigerung des Honigertrages und zur Sicherung der Bestäubung von Nutzpflanzen (Obstbau, Raps) unerlässlich.

Kommentare
FOLGEN SIE UNS
Anzeige

KONTAKT ZU UNS

Sie ziehen um oder es gibt Probleme bei der Zustellung? Dann finden Sie Hilfe in unserem Servicebereich

Zum Servicebereich

Sie möchten direkten Kontakt zu einer Abteilung aufnehmen oder haben Anregungen? Dann finden Sie im Kontaktbereich die passende Adresse

Zum Kontaktbereich

AM SEEHAFEN