Landkreis Aurich
Corona-Krise

Kliniken bereiten sich vor

Für Corona-Patienten stehen in Aurich, Norden und Emden insgesamt 700 Betten bereit.

Aurich/Norden/Emden. Obwohl es - Stand Donnerstagabend - aktuell noch keinen Corona-Patienten in einer der Kliniken in Aurich, Norden oder Emden gibt, wurden dort bereits Maßnahmen getroffen, um einer drohenden Überbelastung entgegen zu wirken. An den Standorten Emden und Aurich sind die ausgewiesenen Corona-Stationen betriebsbereit, in Norden laut Mitteilung ab Freitag.

Da alle medizinisch nicht zeitkritischen Operationen abgesagt wurden, sind die drei Kliniken von Tag zu Tag weniger belegt, um Platz für mögliche Corona-Patienten zu schaffen. Am Donnerstagabend waren bereits rund 40 Prozent der somatischen Bettenkapazitäten in den Häusern frei. Insgesamt stehen so knapp 700 somatische Betten zur Verfügung, dazu kommen 200 weitere Betten für die stationäre Versorgung von psychiatrischen Patienten. Außerdem schafften die Kliniken weitere Beatmungsgeräte an, die von den Herstellern geliefert wurden.

In den drei Kliniken sind rund 2.400 Beschäftigte tätig. Die Schulung der Mitarbeiter für den Umgang mit möglichen Corona-Patienten, die beatmet werden müssen, läuft laut der Trägerschaft kontinuierlich.

„Für diese Kapazitäten ist nach heutigem Stand im Bedarfsfall auch ausreichend Klinikfachpersonal vor Ort, das auf die Betreuung beatmungspflichtiger Patienten geschult ist“, teilte die Trägerschaft am Donnerstagnachmittag mit. Es werde auch notwendig werden, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Situation in anderen Arbeitsbereichen eingesetzt werden als bislang. Die dafür geltenden arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen seien mit den Betriebsräten abgestimmt worden. Die Einsatzpläne und Arbeitsgebiete werden – abhängig von der jeweils aktuellen Lage – stetig angepasst, so die Kliniken.

Die Trägerschaft weist auf das weiterhin geltenden Besuchsverbot hin. Gerade Schwangere würden häufig Nachfragen stellen. Dazu teilten die Kliniken mit: Schwangere können weiterhin zur Geburt von einer engen Bezugsperson in den Kreißsaal begleitet werden.

Für Fragen von Patienten und Angehörigen ist eine Service-Hotline in der Zeit von 8 bis 16 Uhr eingerichtet, Telefon 04941-941151.

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