Landkreis Aurich
Bühnen-Jubiläum

Irischer Folkrock made in Ostfriesland

Vathouse feiern ihr zehnjähriges Bestehen am 3. November mit einem zünftigen „Elf­ührtje“ im Norder Mittelhaus. Die Bandmitglieder kommen aus Norden und Aurich.

Von Werner Jürgens

Norden/Aurich. Am Anfang stand die Idee, eine Oldie-Band zu gründen. Doch nachdem Wiard Boomgaren aus Norden und Enno Jakobs aus Aurich feststellten, dass sie beide ein Faible für Irish Folk haben, widmen sie sich in ihrer Formation Vathouse nun ausschließlich diesem Genre. Und das mit großem Erfolg. Am 3. November feiert die Gruppe offiziell ihr zehnjähriges Bestehen von 11 Uhr bis 13.30 Uhr mit einem zünftigen „Elf­ührtje“ im Norder Mittelhaus, wo sie schon häufig aufgetreten sind.

Boomgaren und Jakobs hatten zuvor bereits in der mittlerweile aufgelösten Bisch Basch Band miteinander musiziert. „Weil dort manchmal Leerlauf herrschte, haben wir uns mit ein paar Leuten zusammen getan und uns zunächst an Oldies versucht“, erinnert sich Enno Jakobs. „Als wir am zweiten Probeabend 'Spancil Hill' von den Dubliners spielten, klappte das dermaßen gut, dass mehr und mehr solche Stücke Eingang in unser Repertoire fanden, bis wir irgendwann komplett auf Irish Folk umgestiegen sind.“

Der Name „Vathouse” stammt von einer Kneipe, in der Jakobs und seine Frau 2008 auf einer Irland-Reise waren. Das erste Konzert ging am 26. Januar 2009 in der Auricher Markthalle über die Bühne - und es sollte nicht nur wegen dieser Premiere wegweisend sein. An jenem Abend zapfte dort Heike Tunder an der Theke Bier. 2010 stieg sie als Sängerin und Gitarristin ein. Die weiteren aktuellen Mitglieder sind Ingo Boomgaren (Bass, Akkordeon, Gesang) aus Norden, Jörg Ihnen (Keyboard, Gesang) aus Halbemond, Hans-Peter Kabbe (Gitarre, Gesang) aus Ihlow sowie Torsten Hasenpusch aus Hage, der sich um die Technik kümmert.

Zu einem ganz besonderen Moment entwickelte sich ein Besuch in jener irischen Vathouse-Kneipe, die für den Namen der Band Pate gestanden hatte. Eigentlich wollten die Gäste aus Ostfriesland dort Live-Musik erleben, die aber kurzfristig abgesagt worden war. „Das ging natürlich gar nicht“, so Enno Jakobs. „Jörg hatte als einziger ein Instrument mit, nämlich seine Ukulele. Er spielte, Wiard begann zu singen und wir machten alle mit. Als das Lied zu Ende war, gab es Applaus. Die Gäste in dem Pub waren tatsächlich begeistert von unserer Musik. Ein Paar aus England hatte Hochzeitstag und meinte, wir hätten ihnen den Tag gerettet.“

Einer der vielen Höhepunkte der Vathouse-Show ist der Song „Seven Drunken Nights“. Darin geht es um einen Mann, der jeden Abend sturzbetrunken nach Hause kommt und sich über die Sachen wundert, die er zu Hause findet. „Wiard tut dann so, als würde er von Tag zu Tag besoffener“, erzählt Jakobs. „Er kriegt von Torsten dazu ein Bier und lallt auch richtig schön. Das ging schon so weit, dass Leute, die zufällig vorbeiliefen, meinten, zu unserer Band könnte man nicht hingehen, weil der Sänger ja völlig betrunken wäre. Dabei weist Wiard zum Schluss des Liedes immer darauf hin, dass er wieder nüchtern ist. Meistens stimmt das auch.“ Ein weiterer Show-Höhepunkt ist eine stilechte „Lord of the Dance“-Tanzeinlage, für die Tontechniker Torsten auf die Bühne muss.

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