Landkreis Aurich

Interesse an einer Partnerschaft mit Amerika-Ostfriesen

Delegation aus Krummhörn will Anfang kommenden Jahres nach Iowa fliegen.

Von EZ-Redakteur

GüNTHER GERHARD MEYER

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Grimersum. Die geplante Partnerschaft der Gemeinde Krummhörn mit der amerikanischen Kleinstadt Grundy Center hat schon im Vorfeld Interesse wachgerufen. Das sagte Gemeindesprecher Frank Baumann nach der Vorstellung des Ortssippenbuches von Grimersum. Baumann ist deswegen schon von vielen Krummhörnern angesprochen worden, die mit dorthin fahren wollen. Baumann hatte in Grimersum von der geplanten Reise einer Delegation in den mittleren Westen der USA, um Vorgespräche zu führen. Der Verwaltungsausschuss im Gemeinderat muss der Partnerschaft noch zustimmen.

In Grundy Center leben heute noch viele Nachfahren von einst ausgewanderten Ostfriesen. Das Ortssippenbuch von Grimersum soll Anfang des kommenden Jahres von einer Delegation aus der Krummhörn mit nach Iowa genommen werden. Das kündigte Gemeindesprecher Baumann bei der Vorstellung des Ortssippenbuches für Grimersum an. 25 der Ortssippenbücher mit den Daten über Familien, die von den Pastoren der reformierten Kirchengemeinde zwischen 1698 und 1900 in den Kirchenbüchern verzeichnet wurden, sind sogar schon auf dem Weg nach Amerika, sagte Baumann. Dafür haben die Autoren Cornelius Dieken und Helmut Ameessen gesorgt. „Die Familien dort drüben haben sie angefordert.” Aber auch Sippenbücher aus anderen Gemeinden seien bei den Nachfahren in der Neuen Welt ungemein gefragt.

Stimmt der Gemeinderat zu, wird im Oktober 2010 eine Delegation mit der Ländlichen Akademie (LAK) die Partnerschaft besiegeln, im Oktober 2010 finden außerdem vom 1. bis 15. August, initiiert von der Ostfriesen Genealogical Society of America (OGSA), der Vertretung der Amerika-Ostfriesen in den USA, in der Stadt Zedar Falls die traditionellen Ostfriesentage statt. Diese fanden 2006 erstmals im Krummhörner Dorf Greetsiel statt.

Die Nachfahren der Auswanderer, betonte Baumann, hätten ein großes Interesse daran, auch in ihrer eigenen Heimat nach den Wurzeln zu forschen. Viele Informationen seien inzwischen über das Internet zu bekommen, aber unersetzlich bei der Suche nach den eigenen Wurzeln seien immer noch die Ortssippenbücher, sagte Frank Baumann.

Die originalen Quellen wie die Kirchenbücher in den Kirchengemeinden standen neben vielen Gesprächen mit Namensverwandten auch in diesem Jahr im Mittelpunkt des Interesses einer 22-köpfigen Delegation aus dem mittleren Westen der USA. Dorthin waren im 19. und 20. Jahrhundert viele Ostfriesen ausgewandert, deren Nachfahren heute etwas über die Heimat ihrer Vorfahren erfahren wollen. Die Ländliche Akademie hat bereits vor 14 Jahren ein Musical einstudiert, dass die Auswanderung beschreibt.

Inzwischen gab es Einwände gegen die Partnerschaft, weil die Krummhörn bereits Partnerschaften mit Bad Ragaz in der Schweiz und Vilani in Lettland unterhält. Für Baumann ist die neue Partnerschaft ein weiterer Schritt der trilateralen Partnerschaften. Solche Initiativen sind durch die Europäische Union (EU) gewollt und durchaus förderfähig.

ggm

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