Landkreis Aurich
Kritik an möglichen Auflagen

Ihlower Wald soll begehbar bleiben

Der Kreisausschuss im Landkreis Aurich berät bereits den abgelehnten Entwurf für strengere Auflagen in der Nutzung neu.

Von Günther Gerhard Meyer

Ihlow. Im Ihlower Wald drohen durch weitere Unterschutzstellungen strengere Auflagen bei der Nutzung. Der Ausschuss für Kreisentwicklung will das Thema am Dienstag erneut diskutieren. Das kritisieren die Klosterwaldfreunde und der Friesische Verband für Naturschutz und ökologische Jagd. Wie berichtet, soll die Umsetzung der FFH-Richtlinie in nationales Recht erfolgen. Das Vorhaben wurde bereits 2018 abgelehnt, heißt es.

Waldpädagoge Matthias Bergmann von den Klosterwaldfreunden lehnt die Ausweisung des Ihlower Waldes als Naturschutzgebiet (NSG) ab. Er sieht Widersprüche bei der weiteren Nutzung. „Wenn eine Familie mit ihren Kindern in den Wald geht, dürfen diese nicht durchs Laub laufen, Stöcke und Früchte sammeln, auf Bäume klettern. Gleichzeitig dürfen nebenan Waldkindergartenkinder durch den Wald toben, der Waldarbeiter mit Motorsäge oder sogar dem Vollholzernter Harvester Bäume fällen.” Und der Jäger dürfe den Wald mit Gewehr und Hund durchstreifen, moniert Bergmann. „Das kann niemand verstehen und schadet letztlich auch der Akzeptanz des Schutzgebietes“, sagte er.

Die Klosterwaldfreunde hatten schon vor über einem Jahr einen Kompromissvorschlag unterbreitet, der ein Drittel des Waldes als Landschaftsschutzgebiet belassen würde. Mit der Ausweisung als NSG sollten keine Änderungen der forstlichen und jagdlichen Nutzung verbunden sein, da sich die Landesforsten ohnehin an die FFH-Vorgaben halten müssten.

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